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19:47 23 Juli 2019
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    Standfoto aus dem Video von US-Militärs, das den Angriff auf Öltanker im Golf von Oman zeigt

    Angriff im Golf von Oman: USA präsentieren angebliche Beweise und schicken neue Truppen

    © REUTERS / Courtesy U.S. Military / Handout
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    Die USA eskalieren die Lage im Nahen Osten weiter. US-Präsident Donald Trump schickt im Konflikt mit dem Iran rund 1000 weitere Soldaten in die Region. Das soll eine Reaktion auf die Angriffe auf zwei Öltanker sein, für die die USA „Beweise” gefunden haben wollen.

    Wie der amtierende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan am Montag (Ortszeit) in Washington mitteilte, sollen US-Soldaten in der Region „Verteidigungszwecke“ übernehmen.

    Zudem sollen die zusätzlichen Truppen US-Soldaten und nationale Interessen der USA in der Region schützen.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Iran hält Austritt aus Atomwaffensperrvertrag für möglich<<<

    Zugleich sagte er:

    „Die Vereinigten Staaten streben keinen Konflikt mit dem Iran an.“

    Washington macht Teheran für die Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman am vergangenen Donnerstag verantwortlich. Teheran weist dies entschieden zurück.

    Auch in Europa gibt es Skepsis über die US-Darstellung der Ereignisse. Mehrere EU-Außenminister machten am Montag klar, dass sie die Vorwürfe der USA zumindest vorerst nicht mittragen werden.

    Bislang stellten sich nur Großbritannien und Saudi-Arabien öffentlich an die Seite der Amerikaner.

    Angebliche US-Beweise

    Am späten Montagabend deutscher Zeit hat das US-Verteidigungsministerium dennoch neue Fotos veröffentlicht, die belegen sollen, dass der Iran für die Angriffe verantwortlich ist.

    >>>Mehr zum Thema: Tanker-Vorfall im Golf von Oman: Auch Saudi-Arabien macht den Iran für Angriffe verantwortlich<<<

    Auf den Fotos soll angeblich zu sehen sein, wie iranische Streitkräfte eine Haftmine vom Tankschiff „Kokuka Courageous“ entfernen.

    Auch soll darauf ein Magnet zu sehen sein, mit dem eine Mine an einem der Tanker befestigt worden sein soll. Der Sprengsatz soll aber nicht explodiert sein, sodass laut der US-Regierung ein Kommando der iranischen Revolutionsgarden ihn vom Rumpf des Tankers entfernen musste und dabei eben auf das Foto kam.

    Die Hintergründe

    Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen seit Monaten zu. Bereits Ende Mai hatten die USA ihre Truppen im Nahen Osten wegen der angeblichen „anhaltenden Bedrohung“ um 1500 Soldaten verstärkt.

    Zudem hatte das US-Militär unter anderem einen Flugzeugträgerverband und eine Bomberstaffel in die Region verlegt.

    Staaten rund um die Welt und insbesondere in der Region äußerten daraufhin ihre Sorgen vor einem neuen militärischen Konflikt.

    ng/

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    Tags:
    Patrick Shanahan, Beweise, Vorwürfe, Donald Trump, Mine, Öltanker, Angriff, Iran, USA, Golf von Oman, Golf, Oman