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08:55 17 Juli 2019
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    Angela Merkel bei der Pressekonferenz mit Wladimir Selenski

    War es kein Wassermangel? – „Kann nur leichtes Zittern auslösen“

    © AFP 2019 / Odd Andersen
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    Was steckt hinter dem Zitter-Anfall der Bundeskanzlerin beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski? Zu einem Zittern infolge von Wassermangel könne es schon kommen, aber dieses sei nur leicht, findet Jan Galle, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte ihren Zitteranfall beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski mit Flüssigkeitsmangel. Nach ein paar Gläsern Wasser sei es ihr wieder gut gegangen. Sputnik hat sich mit Jan Galle, dem Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), in Verbindung gesetzt und wollte wissen, was die gängigen Symptome bei Flüssigkeitsmangel sind.

    „Wenn man kurzfristig Wassermangel erleidet, etwa an einem warmen Tag mit höherem Flüssigkeitsbedarf, wenn man viel schwitzt oder eine Durchfallerkrankung hat, bei der man viel Flüssigkeit verliert – dann äußert sich das typischerweise in Schwindel und Abgeschlagenheit“, erklärt Galle. Längerer Flüssigkeitsmangel führe auch zu Nierenversagen, da diese auf eine konstante Wasserzufuhr aus dem Blut angewiesen sind. „Allerdings hat der Mensch ein gesundes Durstempfinden, und das erste, was er spürt, bevor es zu solchen Symptomen kommt, ist, dass er Durst hat. Ein gesunder Erwachsener kann sich ziemlich gut auf sein Durstgefühl verlassen“, merkt der Mediziner an.

    „Ich kann mir vorstellen, dass es im Rahmen der Kreislaufprobleme, die durch den Flüssigkeitsmangel induziert wurden, auch zu einem leichten Zittern kommt – mit der Betonung auf leichtes Zittern“, fügt Galle hinzu.

    In der Einschätzung sind die Gemüter gespalten. So halten der Gesundheitsexperte Christopher Specht im Gespräch mit n-tv und der Allgemeinmediziner Jakob Berger beim „Focus“ auf Wassermangel. Der Zitteranfall sei entsprechend „eine Entgleisung des Elektrolytsystems“.

    vr/sna

    Tags:
    Staatsbesuch, Neurochirurgie, Neurologen, Wladimir Selenski, Wasserkreislauf, Blutkreislauf, Kreislaufsystem, Ukraine, Deutschland, Bundeskanzlerin, Angela Merkel