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14:34 12 November 2019
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    Teilnehmer der „FridayForFuture“-Demo in Deutschland (Archiv)

    „Fridays for Future"-Aktivisten stürmen Vortrag von Christian Lindner – und blamieren sich (Video)

    © REUTERS / ANNEGRET HILSE
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    Eigentlich wollten „Fridays for Future"-Aktivisten einen Vortrag vom FDP-Chef Christian Lindner bei den „Wirtschaftspolitischen Gesprächen“ am Dienstag stören. Die Aktion gelang zwar, zeigte aber zugleich die Unsicherheit der Aktivisten bei ihrem eigenen Thema.

    Als die Schüler-Gruppe den Vortrag stürmte, hat sie offensichtlich nicht daran gedacht, dass Lindner ihnen auch ein Gespräch anbieten wird.

    Als dies dennoch passierte, hatten sie jedoch nichts zu sagen und gingen wieder.

    Ein Facebook-Video zeigt die recht witzige Situation.

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    Während des Gesprächs auf dem Podium an der Uni Leipzig stürmte eine Gruppe von „Fridays for Future“-Aktivisten zunächst den Saal und hielt Transparente in die Höhe: „Klimaschutz nur von Profiteur*innen umweltzerstörender Politik? Nur über unsere Leichen.“

    Lindner reagierte darauf gelassen, zitierte den Soziologen Jürgen Habermas und schlug den Demonstranten eine Diskussion vor.

    „Heute ist der 90. Geburtstag von Jürgen Habermas. Der hat einmal gesagt: In der Demokratie muss es herrschaftsfreien Diskurs geben und den zwanglosen Zwang des besseren Arguments. Deswegen: Hier stehen dürft ihr. Hier liegen und schlafen dürft ihr. Stören dürft ihr nicht. Euch zu Wort melden und diskutieren – Das ist herzlich willkommen.“

    Eine Diskussion haben die „Fridays for Future“-Aktivisten allerdings nicht gestartet. Sie riefen aus: „Climate Justice now!” – und gingen wieder.

    Der FDP-Mann hakte sogar nach und fragte die augenscheinliche Organisatorin der Aktion:

    „Moment, Sie wollen doch jetzt nicht gehen? (...) Aber Sie können doch nicht einfach stummen Protest machen und brüllen, ohne ein Gespräch zu suchen?“

    Das Mikrofon, das Christian Lindner ihr dabei anbot, nahm sie nicht an, sondern las etwas Undeutliches von ihrem Smartphone ab und verschwand.

    Darafhin musste der FDP-Chef nur noch feststellen:

    „Es kommen hier Aktivisten mit einem berechtigten Anliegen. Die junge Frau beklagt, dass in der Politik zu wenig über Klimapolitik gesprochen wird. Und wenn die Gelegenheit dazu hier heute besteht, verlassen sie stumm den Saal, ohne die Möglichkeit zu nutzen, zum Beispiel das Wort an Sie zu richten. Ich halte das für falsch und undemokratisch.”

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    ng/

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    Tags:
    peinlich, Aktivistin, Aktion, Demonstration, Protestler, Protest, Greta Thunberg, „Fridays For Future“, Christian Lindner, FDP