15:08 22 Februar 2020
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    Der Tatverdächtige im Mordfall Lübcke hat nach einem Bericht des ARD-Magazins „Monitor” noch in diesem Frühjahr an einem konspirativen Treffen von Mitgliedern von Neonazi-Organisationen teilgenommen. Das geht demnach aus Fotos hervor, die „Monitor” gemeinsam mit einem Gutachter ausgewertet hat.

    Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang hatte zuvor erklärt, E. sei in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr so deutlich wie früher als Rechtsextremist in Erscheinung getreten und „eher in den Hintergrund der Beobachtung getreten”.

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    Innenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte auf seiner Sommerreise in Cuxhaven an, dass sein Ministerium die neuen Informationen prüfen werde. Er wisse bisher nichts von dem rechtsextremen Treffen im März, bei dem E. dabei gewesen sein soll. Seines Wissens nach gebe es den letzten behördlichen Eintrag von Stephan E. aus dem Jahr 2009.

    „Wir haben aber immer gesagt, dass das nicht bedeutet, dass er nicht mit irgendwelchen Leuten Kontakt hatte”, hieß es. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass er auch nach 2009 mit der rechtsextremen Szene vernetzt gewesen sei.

    Dem Bericht zufolge nahm E. am 23. März dieses Jahres an einer konspirativen rechtsextremen Veranstaltung im sächsischen Mücka teil, wo er zusammen mit Mitgliedern der neonazistischen Organisation „Combat 18” und der neonazistischen Vereinigung „Brigade 8” fotografiert wurde.

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    Der Münchner Sachverständige George A. Rauscher analysierte die Bilder im Auftrag von „Monitor”. Das Magazin zitiert ihn mit den Worten: „Die Identität der Person Stephan E. als sichtbare Person auf den Lichtbildern der Veranstaltung vom 23. März 2019 ist als praktisch erwiesen anzusehen.” Den Anstoß zu der Fotorecherche gab das Rechercheportal „Exif”.

    ai/dpa

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    Tatverdächtige, Mordfall, Neonazis, Deutschland, Walter Lübcke