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15:27 12 November 2019
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    Proteste gegen Urtiel im Fall einer Gruppenvergewaltigung vor dem Obersten Gericht Spaniens in Madrid am 21. Juni 2019

    Gruppenvergewaltigung in Spanien: Urteil gegen Täter nach Protesten verschärft

    © REUTERS / SUSANA VERA
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    Das Oberste Gericht in Spanien hat das frühere Urteil im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen verschärft. Anlass dafür war eine Protestwelle in dem Land.

    Die fünf Täter wurden am Freitag in Madrid zu jeweils 15 Jahren Haft wegen Vergewaltigung verurteilt. Das bisherige Urteil war milder: Im April 2018 hatte das Landgericht in Navarra gegen die heute 28- und 29-jährigen Angeklagten eine Haftstrafe von neun Jahren verhängt.

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    Dies hatte in Spanien Massenproteste ausgelöst. Es gab ungewöhnlich scharfe Kritik an der Justiz, auch von Angehörigen der Zentralregierung in Madrid. Frauen skandierten nach dem milden Urteil auf Großdemos im ganzen Land: „Wenn man uns nicht tötet, glaubt man uns nicht!“ Die Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, klagte: „Das Urteil spiegelt den Machismus in unserer Gesellschaft wider.“

    Die Richter in Navarra sahen damals den Tatbestand der Vergewaltigung nicht gegeben, weil es „weder Schläge noch Drohungen“ gegeben habe, wie es in dem Urteil hieß. Einer der drei Richter wollte sogar einen Freispruch.

    Die Anwälte des Opfers legten Berufung ein. Dass die Täter damals wegen des Einspruchs unter Auflagen auch auf freien Fuß gesetzt wurden, löste zusätzliche Empörung aus.

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    Im Juli 2016 hatten die fünf Männer die 18-Jährige, die sie kurz zuvor am Rande der Stiertreiben von Pamplona kennengelernt hatten, nach Mitternacht in einen dunklen Hausflur gedrängt. Sie filmten anschließend, wie sie sich an der jungen Frau vergingen und teilten die Aufnahmen per Messenger auch mit anderen. Die Gruppe, die sich „La Manada“ (das Rudel) nannte, brüstete sich mit der Tat. Doch die Täter beteuerten während des Verfahrens, die auf den Aufnahmen passiv wirkende Frau habe freiwillig mitgemacht.

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    Tags:
    Gefängnis, sexueller Missbrauch, Richter, Vergewaltigung, Prozess, Urteil, Spanien