05:22 17 November 2019
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    Russland macht ISS-Flüge für Nasa-Astronauten teurer

    © Foto: Roscosmos/Alexander Misurkin
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    Für einen Flug zur Raumstation ISS mit russischen bemannten „Sojus“-Weltraumschiffen müssen die Nasa-Astronauten künftig tiefer in die Tasche greifen, geht aus einem Bericht des US-Rechnungshofes zum Programm der bemannten Nasa-Raumflüge hervor.

    „2015 bezahlte die Nasa dem Vertrag mit „Roskosmos“ entsprechend etwa 82 Millionen US-Dollar pro Sitz (im Raumschiff „Sojus“ – Anm. d. Red.)“, verlautet es aus einer auf der Seite des Rechnungshofes veröffentlichten Mitteilung. „Die Vertreter des Programms (der kommerziellen bemannten Nasa-Raumflüge – Anm. d. Red.) äußerten, sie dürften die Höhe der Summe, den die Nasa für diese zwei zusätzlichen Sitze entrichtete, nicht publik machen. Allerdings verwiesen sie darauf, dass der Preis pro Sitz um fünf Prozent höher ausfalle, als es in der bisherigen Version des Vertrags (mit „Roskosmos“) der Fall gewesen sei, was der Inflationsrate entspreche“.

    Zuvor war bekannt geworden, dass der Nasa-Haushalt für das Finanzjahr 2020 einen Vertragsabschluss mit der russischen Weltraumbehörde Roskosmos vorsieht, damit im Herbst 2019 und im Frühjahr 2020 jeweils zwei US-Astronauten mit den Raumschiffen „Sojus“ zur Raumstation ISS gebracht werden könnten.  

    Zurückzuführen sei dies darauf, dass es bei den Tests der neuen bemannten Weltraumschiffe „Crew Dragon“ und „Starliner“ aus der Produktion der US-Unternehmen „SpaceX“ beziehungsweise „Boeing“ zu Problemen kommen könnte. Daher würde es auf der Raumstation keinen US-Astronauten geben, der den Betrieb des US-Segments aufrechterhalten könnte.

    2015 hatte die Nasa bei „Roskosmos“ sechs Plätze in den Raumschiffen „Sojus“ im Gesamtwert von 490 Millionen US-Dollar erworben.

    2011 wurde das US-System der bemannten Raumfähren „Space Shuttle“ außer Betrieb gesetzt. Seitdem werden Astronauten lediglich mit russischen „Sojus“-Raumschiffen zur ISS geflogen.

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    In den USA sind inzwischen neue bemannte Raumschiffe – „Crew Dragon“ und „Starliner“ – entwickelt worden. Im März 2019 unternahm das Raumschiff „Crew Dragon“ seinen ersten Testflug zur Weltraumstation.

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    asch/ae/sna

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    Tags:
    Preis, Flüge, ISS, Raumstation, Raumschiff, Sojus, Roskosmos, NASA, USA, Russland