03:13 15 November 2019
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    Das russische Forschungszentrum für Astronomie (Archivbild)

    Astronomen lüften Hauptgeheimnis der Entstehung der Erde und der anderen Planeten

    © Sputnik / Maria Plotnikowa
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    Beobachtungen der Peripherie des Sonnensystems haben den Astronomen geholfen, zu verstehen, wie sich kleiner Weltraumkiesel zusammenklebt und in relativ große „Planeten-Embryos“ verwandelt. Diese Entdeckung kann helfen, die Entstehung der Erde zu klären und ihre „Cousinen“ bei anderen Sternen zu finden. Dies ist der „Nature Astronomy“ zu entnehmen.

    „Im Sonnensystem ist eine Menge Artefakte erhalten geblieben, die die Geheimnisse der Geburten von Planeten enträtseln können. Es ist sehr schwierig, diese zu entziffern, doch die gemeinsame Arbeit der Theoretiker und der Beobachter ermöglichte uns zu verstehen, wie der Prozess der Herausbildung ihrer ‚Embryos‘ beginnt und endet“, betonte David Nesvorny vom Southwest Research Institute (SwRI) in Boulder, USA.

    Heute haben Wissenschaftler fast keine Zweifel daran, dass Planeten ihre Entstehung innerhalb einer rotierenden Gas- und Staubscheibe beginnen, die mit kleinen Staubteilchen und dichten Gaswirbeln gefüllt ist, und ihre Formierung endet im Laufe von Kollisionen der Planetisimalen – der Planeten-„Embryos“.

    „In der Mitte“ kläfft die theoretische Leere – die Planetenforscher sind bislang noch zu keiner Einigung hinsichtlich dessen gelangt, was nach dem Zusammenkleben der einzelnen Staubkerne in relativ geringe - zentimetergroße Klumpen – erfolgt. Es gibt mehrere unterschiedliche Theorien, deren Prüfung bis zur letzten Zeit unmöglich war.

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    Die Antwort auf dieses Rätsel versuchen die Planetenforscher nun auf zwei Wegen zu finden: Indem sie die neugeborenen Planetensysteme mit Hilfe der Mikrowellenteleskope beobachten und indem sie die Staubkerne untersuchen, die im Inneren der Kometen seit den Zeiten der Erdgeburt erhalten geblieben sind.

    Nesvorny und seine Kollegen stellten fest, dass man die Antwort auf diese Frage an noch einem Ort finden könne – in der Peripherie des Sonnensystems, wo sich eine Riesenvielfalt von Zwergplaneten befindet.

    Viele Forscher vermuten, dass die „Embryos“ der Planeten dank dessen entstanden seien, dass die protoplanetare Scheibe ihrer Struktur nach ungleichartig war. In ihrem Inneren waren sowohl relativ verdünnte als auch dichte Abschnitte mit mehr Staub, Gas und Weltraumkiesel enthalten.

    Diese Ungleichartigkeiten und die dadurch entstehenden aerodynamischen Kräfte werden andere Materie-Teilchen zwingen, sich in solchen Punkten zu Klumpen zusammenzuschlagen. Fast alle davon, wie die Berechnungen von Nesvorny und seinen Kollegen zeigen, drehen sich um einander in derselben Richtung wie um die Sonne.

    Die Forscher ließen sich von dieser Idee leiten und beobachteten die Bewegung von dutzenden doppelten Zwergplaneten, indem sie das Orbitalobservatorium „Hubble“ einsetzten. Es stellte sich heraus, dass über 80 Prozent der Objekte gerade so zusammengesetzt waren, wie diese Theorie es vorausgesagt hatte. Und dies zeugt zugunsten ihrer Richtigkeit.

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    Wie die Forscher hoffen, werden neue Datenportionen, die in den nächsten Monaten und Jahren auf die Erde übertragen werden, ihnen dabei helfen, diese Details zu präzisieren und neue Geheimnisse der Geburt von Planeten-„Embryos“ zu enträtseln.

    ek

     

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    Tags:
    Zwergplanet, Planeten, Southwest Research Institute (SwRI) in Boulder, USA, Artefakte, Astronomen, Sonnensystem