08:34 13 Dezember 2019
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    Der umstrittene belgische AKW-Reaktor Tihange

    Pannen-Reaktor direkt an deutscher Grenze? Neustart von AKW in Belgien wieder verschoben

    © AFP 2019 / ERIC LALMAND
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    Ein Pannen-Atomkraftwerk direkt an der Landesgrenze ist vermutlich das Horrorszenario für den Zivilschutz jedes Landes. Genau um dieses Szenario zu verhindern, musste der belgische Atomreaktor Tihange 2 für Wartungsarbeiten heruntergefahren werden. Nun stockt aber wieder der Neustart.

    Der Neustart des belgischen Atommeilers Tihange 2 nahe der deutschen Grenze musste erneut verschoben werden. Die Inbetriebnahme soll nun erst Ende nächster Woche erfolgen, teilte eine Sprecherin des Betreibers Engie am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit.

    Der Neustart hätte eigentlich am Sonntag erfolgen müssen, wurde jedoch abermals auf ein anders Datum geschoben.

    Als offiziellen Grund nannte die Sprecherin weitere Tests, die am Reaktor durchgeführt werden müssten. Ein präzises Datum sei in dieser Phase nicht einfach zu bestimmen.

    Der Reaktor ist im August 2018 für Wartungsarbeiten heruntergefahren worden. Dabei wurde maroder Beton entdeckt.

    Belgien hat sieben Atomreaktoren an zwei Standorten, Doel im Norden des Landes und Tihange im Osten nahe der deutschen Grenze. Die Atomkraftwerke sind seit Jahren umstritten. Regelmäßig müssen sie für Instandsetzungen abgeschaltet werden.

    ng/dpa

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