14:19 28 März 2020
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    Bei einer Gedenkminute für den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke im bayerischen Landtag ist der AfD-Abgeordnete Ralph Müller auf seinem Platz sitzen geblieben. Politiker bezeichnen die AfD als „Schande für den bayerischen Landtag“. Müller beklagt „moralingetränkte Hexenjagd“.

    Am Mittwoch wurde im Bayerischen Landtag eine Gedenkminute für den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke eingelegt. Allein der AfD-Landtagsabgeordnete Ralph Müller blieb sitzen – zweieinhalb Minuten lang.

    ​Die Redner vor und nach Müller warfen dem AfD-Mann eine gezielte Provokation vor. Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich empört:

    „Einem Verstorbenen das Totengedenken demonstrativ zu verweigern, ist ehrverletzend, respektlos und ein beispielloser Fehltritt im bayerischen Landtag aus den Reihen der AfD.“ Dieses Verhalten zeige „wieder einmal die wahre Gesinnung“.

    Einen Fehler vermag Müller in seinem Verhalten nicht zu erkennen. Dass er „ein paar Sekunden“ sitzen geblieben sei, sei einzig einer Unachtsamkeit geschuldet, da er einen Text gelesen habe. Der AfD-Politiker meinte später am Rednerpult:

    „Diese moralingetränkte Hexenjagd weise ich zurück, weil sie auch nicht angebracht ist“.

    bs

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    Tags:
    Bayern, Landtag, Kassel, Walter Lübcke, AfD