12:07 09 Dezember 2019
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    Deutschland schwitzt: Juni-Rekord mit 39,6 Grad in Sachsen-Anhalt

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    Die Temperaturen in Deutschland klettern von einem Juni-Rekord zum nächsten. Am Sonntag sind um 16.30 Uhr in Bernburg/Saale (Sachsen-Anhalt) 39,6 Grad Celsius gemessen worden. Das bestätigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Potsdam am Sonntagabend. So heiß war es in Deutschland in einem Juni noch nie.

    Zuvor war um 15.30 Uhr mit 39,3 Prozent in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) bereits der Hitze-Rekord für Juni registriert worden. Damit wurde die bisherige Höchstmarke von 38,6 Grad vom vergangenen Mittwoch in Coschen (Brandenburg) und Bad Muskau (Sachsen) am letzten Juni-Tag bereits wieder geknackt. Der Allzeit-Temperaturrekord von 40,3 Grad für Deutschland blieb jedoch zunächst unerreicht.

    Nach langer Trockenheit wieder Regen

    In der neuen Woche können sich die Menschen aber auf etwas Abkühlung freuen. Bis zum Dienstag gingen die Temperaturen auf unter 30 Grad zurück, hieß es vom DWD. Im Norden und im Süden gibt es nach langer Trockenheit außerdem wieder Regen, teilweise Gewitter. Im Süden beginnt die Woche teils mit Unwettern, heftigem Starkregen und Hagel. Auch an den Küsten kann es regnen oder kurze Gewitter geben, sonst bleibt es heiter. Mit 28 bis 35 Grad bleibt es zunächst noch recht heiß, im Nordwesten gibt es 19 bis 27 Grad.

    Papst betet für Hitze-Opfer

    Auch in Rom drückte am Wochenende die Hitze - Papst Franziskus nahm das zum Anlass, Worte an besonders Betroffene zu richten.

    „Ich bete für diejenigen, die in diesen Tagen am meisten unter den Folgen der Hitze gelitten haben”, sagte der Pontifex am Sonntag vor Gläubigen in der prallen Sonne auf dem Petersplatz. „Kranke, Alte, Menschen, die draußen arbeiten müssen, auf den Baustellen.”

    Er hoffe, dass keiner von ihnen zurückgelassen oder ausgebeutet werde.

    Hitze erschwert Läufern Hamburger Halbmarathon

    Beim Hamburger Halbmarathon (33 Grad Celsius) kollabierten am Sonntag mehrere Läufer und mussten medizinisch versorgt werden. Die Feuerwehr kam dem Sanitätsdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes Hamburg mit 18 Rettungswagen und mehreren Notärzten zur Hilfe.

    Streit mit mehreren hundert beteiligten Badegästen

    In einem Düsseldorfer Freibad kam es am Samstag zu einem Streit mit mehreren hundert beteiligten Badegästen. Nach mehreren Notrufen rückte die Polizei mit Dutzenden Beamten an und versuchte zu schlichten.

    „Die eintreffenden Einsatzkräfte stellten vor Ort eine Gruppe von mehreren hundert Personen, überwiegend junge Männer, fest, die eine Familie umringt hatten und anschrieen”, teilte die Polizei am Sonntag mit.

    „Der Vater stand schützend vor seiner Familie und war in Wortgefechte und eine kurze Rangelei mit Einzelnen aus der Gruppe verwickelt”, so die Polizei. Wie verlautete, soll sich der Vater zuvor einigen jungen Männern entgegengestellt haben, die sich im Bad daneben benahmen und über ausgebreitete Decken und Badegäste hinwegsprangen.

    ai/dpa

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    Hitze, Unwetter, Wetter, Deutschland