04:54 15 November 2019
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    Bundeswehr-Heli stürzt im Süden Niedersachsens ab – ein Toter, ein Verletzter

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    Eine Woche nach dem tödlichen Eurofighter-Unglück ist ein Helikopter der Bundeswehr in Niedersachsen mit zwei Menschen an Bord abgestürzt. Dabei ist ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen, ein zweiter Mensch liegt verletzt im Krankenhaus. Dies teilte ein Bundeswehrsprecher mit.

    Der Hubschrauber war nach Angaben der Polizei gegen 13.45 Uhr in der Nähe der Aerzener Ortschaft Dehmke abgestürzt. Zur Ursache gab es zunächst keine Angaben.

    Die Bundeswehr hat den Absturz eines Schulungshubschraubers in Niedersachsen bestätigt. Die Maschine vom Typ Eurocopter EC 135 sei gegen 14.00 Uhr bei Dehmkerbrock, rund 30 Kilometer westlich von Hameln, verunglückt, sagte ein Bundeswehrsprecher am Montag der DPA. Es seien zwei Menschen an Bord gewesen.

    Ein Besatzungsmitglied sei ums Leben gekommen, ein zweiter Mensch liege verletzt im Krankenhaus, sagte ein Bundeswehrsprecher.

    Die Maschine gehöre zum Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg. Beim Modell EC 135 handelt es sich um einen leichten, zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber, wie er vor allem für Luftrettung und Überwachungsaufgaben eingesetzt wird.

    Die Absturzstelle befinde sich in der Nähe eines Waldgebiets, sagte ein Sprecher der Gemeinde Aerzen. Dort seien Brände ausgebrochen. Die Feuerwehr sei im Einsatz.

    Internationales Hubschrauberausbildungszentrum

    Das Internationale Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg ist etwa 30 Kilometer von der Absturzstelle entfernt. Nach DPA-Informationen wurde das Gebiet um den verunglückten Hubschrauber weiträumig abgesperrt.

    Oberhalb des Ortsteils Laatzen (Landkreis Hameln-Pyrmont) befand sich in der Zeit von 1964 bis 1995 eine Raketenabwehrstation, die von der NATO eingerichtet wurde und der Niederländischen Luftwaffe zugewiesen worden war. Die NATO wollte sich zu Zeiten des Kalten Krieges gegen einen Raketenangriff aus dem Warschauer Pakt absichern. Benutzt wurde das HAWK-Waffensystem aus den USA.

    Seit 1995 wird das Gelände gelegentlich als Übungsplatz für Hubschrauberlandungen der Deutschen Bundeswehr genutzt.

    Eine Woche nach dem Absturz zweier Bundeswehr-Kampfflugzeuge

    Zuvor war berichtet worden, dass bei einer Luftkampfübung von drei Eurofightern am 24. Juni zwei der Jets in größerer Höhe kollidiert und bei Nossentiner Hütte abgestürzt waren. Danach hatte das Geschwader die Flüge ausgesetzt.

    Ein Ausbilder-Pilot hatte sich mit dem Schleudersitz gerettet und den Unfall verletzt überlebt. Der Pilot der zweiten Unglücksmaschine starb. Die dritte Maschine blieb unversehrt und kehrte nach Laage zurück. Am Boden wurde durch die abstürzenden Maschinen niemand verletzt, allerdings wurden Wrackteile auf einem Sportplatz, einem Feld und nahe einem Kindergarten in Nossentiner Hütte gefunden. Die Bergung der Flugzeugwracks und die Suche nach der Ursache dauern an.

    Eine Woche nach dem Absturz zweier Kampfflugzeuge an der Mecklenburgischen Seenplatte hat das zuständige Luftwaffen-Geschwader seine Flüge wieder aufgenommen. Am Montagmorgen hoben zwei Eurofighter-Maschinen in Laage bei Rostock zu Übungsflügen ab, wie ein Sprecher des Geschwaders 73 „Steinhoff” sagte. Täglich soll es wieder zwei Starts geben, wie vor dem Absturz auch.

    ai/gs/dpa

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    Tags:
    Hubschrauber, Bundeswehr, Deutschland