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04:49 22 August 2019
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    Polizei-Absperrung in den Niederlanden (Archiv)

    Schießerei in Utrecht: Täter gesteht vor Gericht – Ermittler sprechen von „Terrormotiven”

    © AP Photo / Alex Furtula
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    Knapp vier Monate nach dem Anschlag mit vier Toten in einer Straßenbahn im niederländischen Utrecht hat sich der Verdächtige in seiner ersten öffentlichen Aussage am Montag zu der Tat bekannt. Darüber berichtet unter anderem die Kleine Zeitung.

    „Ich bin kein Verdächtiger, ich habe die Tat gestanden”, erklärte demzufolge der Mann vor Gericht.

    Die Staatsanwaltschaft sprach von deutlichen Hinweisen auf „terroristische Motive” in dem Fall. Dabei berief sie sich auf ein Bekennerschreiben, wonach der Verdächtige im Namen des Islams gehandelt haben will.

    Wie die Zeitung schreibt, haben die Ermittler den Text eines Schreibens veröffentlicht, das im Fluchtauto entdeckt worden war.

    Darin soll es heißen: „Ich tue dies für meinen Glauben, ihr macht Muslime tot und wollt uns unseren Glauben wegnehmen, aber das wird nicht gelingen. Allah ist groß.”

    Der türkischstämmige Gökmen T., der am Dienstag 38 Jahre alt wird, hatte im März in einer Straßenbahn vier Menschen erschossen und mehrere weitere verletzt.

    Während der Anhörung am Montag erklärte er auf die Frage nach seinen Motiven, dass der Prophet lächerlich gemacht werde: „Niederländische Soldaten töten Muslime im Ausland, ihr seid minderwertig”.

    Er fügte hinzu, er lehne das Gericht ab, und betonte: „Ich bin kein Demokrat, ich erkenne eure Gesetze nicht an, und eure Gerichte auch nicht.“

    Das Hauptverfahren zum tödlichen Anschlag von Utrecht soll erst im kommenden Jahr beginnen.

    jeg/ae

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    Tags:
    Bekenntnis, Täter, Tote und Verletzte, Anschlag, Utrecht, Niederlande