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13:06 12 November 2019
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    Frankfurt am Main (Symbolbild)

    Bombenentschärfung in Frankfurt – Mehr als 16.000 Menschen von Evakuierung betroffen

    CC BY-SA 2.0 / Kiefer / Frankfurter Skyline
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    Für eine Bombenentschärfung in Frankfurt müssen am kommenden Sonntag rund 16.500 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die amerikanische 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war vor einer Woche bei Bauarbeiten nahe der Europäischen Zentralbank in der Mainmetropole entdeckt worden.

    Der Kampfmittelräumdienst plant die eigentliche Entschärfung etwa zwischen 12.00 und 18.00 Uhr. Die Evakuierungszone erstreckt sich von dort bis in die Innenstadt und über den Main nach Oberrad.

    In der Evakuierungszone liegen auch ein Pflegeheim und drei Altenwohnanlagen, wie ein Feuerwehrsprecher am Dienstag sagte. Vor allem die schwerstpflegebedürftigen Bewohner sollen schon am Samstag in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen untergebracht werden. Alle anderen Anwohner müssen am Sonntag bis 8.00 Uhr die Sperrzone verlassen. Sie wurden aufgerufen, wichtige persönliche Dokumente mitzunehmen, wie zum Beispiel

    • Personalausweis
    • Führerschein
    • medizinische Unterlagen.
    • Auch wichtige Medikamente sollten unbedingt eingepackt werden.

    Wer aufgrund von Krankheit oder anderen Einschränkungen nicht in der Lage sei, aus eigener Kraft den gesperrten Bereich zu verlassen, solle sich bis spätestens Freitagmittag über das Bürgertelefon der Feuerwehr melden. Auch online sei eine Transportanmeldung möglich, hieß es. Die Feuerwehr hofft, bis 18.00 Uhr das Ende der Sperrungen bekannt geben zu können - immer vorausgesetzt, dass es zu keinen Verzögerungen kommt.

    Auswirkungen auf den Regional- und Fernverkehr

    Die Bombenentschärfung hat auch Auswirkungen auf den Regional- und Fernverkehr der Bahn. Es könne zu Verspätungen bis 45 Minuten, Haltausfällen und vereinzelten Zugausfällen kommen, sagte eine Bahnsprecherin. Die Züge würden die gesperrte Region umfahren. Der öffentliche Nahverkehr von Straßenbahnen, U-Bahnen und Bussen im Evakuierungsgebiet soll am Sonntag von 8.00 Uhr an eingestellt werden.

    Auch der Zoo betroffen

    Auch der Zoo, der gleich nördlich des abgesperrten Bereichs liegt, bleibt am Sonntag für Besucher geschlossen. Die Tierpfleger in den Bereichen, die direkt an die Schutzzone angrenzen, würden vormittags noch die Tiere versorgen und sich während der Entschärfung in anderen Zoobereichen aufhalten, sagte eine Sprecherin. Die Tiere in dem betroffenen Zoo-Areal, unter anderem Giraffen, Menschenaffen und Bongos, sollen soweit möglich in den Tierhäusern bleiben.

    Freier Eintritt in die Museen

    Menschen, die von der Evakuierung betroffen sind, erhalten am Sonntag freien Eintritt in die städtischen Museen und den Palmengarten. Entsprechende Gutscheine sollten in den kommenden Tagen an die betroffenen Haushalte verschickt werden.

    Die Frankfurter Feuerwehr hat reichlich Erfahrung im Umgang mit Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. In den vergangenen Jahren gab es wiederholt Bombenentschärfungen, für die Tausende Anwohner ihre Wohnungen verlassen mussten. Besonders aufwendig war im September 2017 die Evakuierung vor der Entschärfung einer 1,8 Tonnen schweren Bombe: Damals mussten rund 65.000 Frankfurter aus ihren Wohnungen, auch ein Kinderkrankenhaus mit Frühgeborenenstation musste geräumt werden. Für die größte Evakuierungsaktion seit dem Zweiten Weltkrieg waren Tausende Polizisten, Feuerwehrleute und Helfer im Einsatz gewesen.

    ai/dpa

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    Tags:
    Evakuierung, Bombe, Frankfurt am Main