03:13 26 Oktober 2020
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    Die deutsche Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete hat Italien verlassen und befindet sich an einem unbekannten Ort. Dies teilte der Sprecher der Hilfsorganisation Sea-Watch, Ruben Neugebauer, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit.

    Aufgrund der zahlreichen Drohungen gegen die Kapitänin werde ihr Aufenthaltsort nicht bekanntgegeben.

    Zuvor hatte dpa gemeldet, die freigelassene Kapitänin der „Sea-Watch 3“ befinde sich nach Angaben der deutschen Hilfsorganisation an „einem sicheren Ort“. 

    „Wir wollen, dass sie in Sicherheit ist und dass sie erstmal nicht belagert wird“, sagte Sprecher Ruben Neugebauer.

    „Sie wird jetzt erst mal schlafen.“

    Rackete wieder frei

    Ein Gericht in Sizilien hatte am Dienstag den Hausarrest gegen Rackete aufgehoben. Die Untersuchungsrichterin hatte gestern erklärt, die Kapitänin habe nur ihre Pflicht erfüllt, Menschenleben zu schützen. Italiens Innenminister Matteo Salvini äußerte sich verärgert über die Entscheidung.

    Die italienischen Justizbehörden hatten zuvor den Arrest gegen Rackete angeordnet, weil sie mit dem Schiff „Sea-Watch 3“ und 41 Flüchtlingen an Bord ohne Genehmigung im Hafen von Lampedusa angelegt hatte. Die Staatsanwaltschaft Sizilien leitete daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts der Unterstützung von Menschenhändlern ein. Italien lässt nur Schiffe mit Flüchtlingen anlegen, wenn es Länder gibt, die diese aufnehmen.

    Ohne Erlaubnis im Hafen

    Carola Rackete, die deutsche Kapitänin des Flüchtlings-Rettungsschiffs „Sea-Watch 3”, wurde nach dem Anlegen im Hafen der italienischen Insel Lampedusa festgenommen. Der 31-Jährigen wurde vorgeworfen, sich einem Kriegsschiff widersetzt zu haben, das sie daran hindern wollte, anzulegen. Damit drohten ihr Medienberichten zufolge bis zu zehn Jahre Haft. Rackete hatte nach Angaben der Hilfsorganisation Sea Watch am frühen Samstagmorgen ohne Erlaubnis im Hafen festgemacht.

    ak/sb/dpa/afp

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    Tags:
    Sea Watch, Italien, Deutschland