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06:51 23 September 2019
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    U-Boot (Symbolbild)

    Schoigu zu U-Boots-Unglück in Barentssee: Seeleute agierten heldenhaft

    © Sputnik / RIA Novosti
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    Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat Details zum tödlichen Unfall mit einem wissenschaftlichen Tiefsee-U-Boot vom Montag in der Barentssee offenbart. Die Tragödie hatte 14 Tote gefordert.

    Der Minister traf am Dienstag in der Nordflottenbasis Seweromorsk ein, um Berichte über das Geschehene entgegenzunehmen und den Angehörigen der Opfer seine Unterstützung zu bezeugen. 

    „Die U-Bootfahrer agierten heldenhaft in einer kritischen Situation. Aus einer vom Feuer erfassten Abteilung haben sie einen Zivilisten – einen Mitarbeiter der Industriebranche – als ersten gerettet und die Luke hinter ihm dichtgemacht, um eine weitere Ausbreitung des Feuers im ganzen Tiefwasserapparat zu verhindern. Sie kämpfen bis zum Ende um die Schiffssicherung“, sagte der Minister in einer Beratung in Seweromorsk.

    Die Seeleute hätten „um den Preis ihres Lebens eine schwierige Aufgabe erfüllt, indem sie den Brandherd löschten und ihre Kameraden und den Tiefwasserapparat retteten“, so Schoigu.

    „Sieben der Gestorbenen waren Kapitäne zur See und weitere drei Korvettenkapitäne. Zwei von ihnen trugen den Titel ‚Held Russlands‘. Alle gestorbenen Offiziere werden zur staatlichen Auszeichnung vorgeschlagen“, so der Minister.

    Er würdigte die gestorbenen Seeoffiziere als wertvolle Militärfachleute und hochkarätige Profis, die wichtige wissenschaftliche Arbeiten zur Erforschung der Hydrosphäre der Erde durchgeführt hätten.

    „Das Verteidigungsministerium wird ihren Familien die notwendige Hilfe und Unterstützung erweisen“, so Schoigu.

    Wie zuvor aus der Behörde verlautet war, dürfen zu dem Geschehenen keine ausführlichen Informationen veröffentlicht werden. Sie würden nämlich als Staatsgeheimnis gelten.

    Laut Medienberichten war das Feuer bei bathymetrischen Vermessungen ausgebrochen. Die Seeleute seien darum bemüht gewesen, eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern, und seien an einer Rauchvergiftung gestorben. Laut dem Verteidigungsministerium wurde der Feuerherd dank der selbstlosen Handlungen der Besatzung gelöscht.

    ls

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    Tags:
    Verteidigungsministerium, Sergej Schoigu, Russland