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    Öltanker mit dem Namen „Grace 1“ in Gibraltar am 04. Juli 2019

    Umstrittene Gibraltar-Gewässer: Britische Kriegsschiffe setzen Öltanker auf dem Weg nach Syrien fest

    © REUTERS / JON NAZCA
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    Die britische Marine hat am Donnerstag in Gibraltar einen Öltanker auf dem Weg nach Syrien festgesetzt. Als Begründung wird ein angeblicher Verstoß gegen EU-Sanktionen angegeben.

    Wie die Regierung der britischen Exklave im Süden Spaniens mitteilte, hätten die örtlichen Behörden dafür die Hilfe der Streitkräfte angefordert. Das Schiff mit dem Namen „Grace 1“ habe eine Raffinerie in Syrien angesteuert, die von EU-Sanktionen gegen Syrien betroffen sei.

    Von Reuters ausgewertete Verschiffungsdaten deuten darauf hin, dass das Öl auf dem Tanker aus dem Iran stammt, obwohl dessen Dokumente eine Herkunft aus dem Irak angeben.

    Das Ganze ist anscheinend auf Gesuch der USA erfolgt.

    Laut dem spanischen Außenminister Josep Borrell prüft nun auch Spanien den Fall. Es soll unter anderem untersucht werden, ob dadurch die Souveränität des Landes beeinträchtigt worden sei.

    Spanien erkennt die Gewässer um das Gibraltar nicht als britisch an.

    Ein Sprecher der britischen Premierministerin Theresa May begrüßte dagegen die Festsetzung des Öltankers und beschrieb diese ebenfalls als Schritt zur Durchsetzung von EU-Sanktionen gegen die syrische Führung.

    Die EU-Kommission wollte sich nicht äußern. Sie erklärte, ihr lägen dazu keine Informationen vor.

    Die USA hatten nach ihrer einseitigen Aufkündigung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran Sanktionen gegen das Land verhängt, die unter anderem dessen Ölindustrie treffen sollen. Die EU ihrerseits hat Sanktionen gegen Syrien verhängt.

    Es ist der erste öffentlich bekannte Fall einer Festsetzung eines Tankers wegen eines Verstoßes gegen Syrien-Sanktionen der EU. Diese sind seit 2011 in Kraft.

    ng/Reuters

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    Tags:
    Syrien, Gewässer, Gibraltar