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    Ölraffinerie in Venezuela

    Wegen Blackout: Größte Ölraffinerien Venezuelas stehen still

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    Die venezolanischen Raffinerien Amuay und Cardon stehen am Sonntagmorgen Ortszeit (Nachmittag MESZ) wegen eines Stromausfalls still, wie zwei mit der Ölindustrie vertraute Quellen mitteilten.

    „Blackout in beiden Raffinerien“, schrieb ein Mitarbeiter des Komplexes in einer Textnachricht. „Es wird schwierig sein, das System wieder in Betrieb zu nehmen.“

    Die staatliche Ölgesellschaft PDVSA gab vorerst keinen Kommentar ab.

    Nutzer der Sozialnetzwerke in der Region meldeten Stromausfälle in den Gemeinden, die auf die Raffineriegeneratoren für Energieversorgung angewiesen sind.

    Amuay und Cardon sind Teil des Komplexes Paraguana, der größten Erdölraffinerie in der westlichen Hemisphäre und einer der größten der Welt. 2012 produzierte das Zentrum 955.000 Barrel pro Tag, aber aufgrund der durch die Wirtschaftskrise verschärften Betriebsprobleme weist es seit Jahren eine weit unterdurchschnittliche Kapazität auf.

    In Venezuela dauert eine durch westliche Sanktionen verschärfte Wirtschaftskrise an. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartete laut im Juni erschienenen Berichten in Jahren 2019 und 2020 einen Rückgang des venezolanischen BIP um je 25 und zehn Prozent sowie eine Inflationsrate von zehn Millionen Prozent.

    msch/ae/rtr

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    Tags:
    Stromausfall, Blackout, Stillstand, Ölraffinerie, Öl, Venezuela