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11:35 18 Oktober 2019
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    Look à la Strache: Kann man über Nacht ergrauen?

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    Bei dem langjährigen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sind in der letzten Zeit optische Veränderungen zu Tage getreten. Auf einem Facebook-Bild mit seiner Frau Philippa wirkt er deutlich verändert – sofort ins Auge stechen dabei seine grauen Haare.

    Strache postete am Donnerstag ein Foto, auf dem er sich mit breitem Lächeln, braungebrannt und zugleich komplett ergraut zeigt.

    Viele quält die Frage, wie es so schnell dazu gekommen sei. In den Kommentaren vermutet man dahinter eine Nachwirkung des Skandals um die Ibiza-Affäre. Nicht ausgeschlossen ist mitunter ein plötzlicher Verzicht auf Haarfärbemittel.

    Wie es sich erklären lässt

    Die Tageszeitung „Kurier” hat mit einem Experten gesprochen, um das Problem wissenschaftlich zu beleuchten.

    Laut Markus Metka, Präsident der Österreichischen Anti-Aging-Gesellschaft, geht eine extreme Stresssituation einer derartigen abrupten Veränderung voraus.

    Dies habe man bereits zu Kriegszeiten beobachten können, doch auch der unerwartete Tod einer geliebten Person kann sofort Spuren am Äußeren hinterlassen.

    Der normalerweise langsam voranschreitende Alterungsprozess, bei dem die für die Produktion des Pigments zuständigen Melanozyten (Pigmentzellen) zu schwächeln beginnen, werde dann stark beeinflusst und beschleunigt, so der Gynäkologe und Hormon-Spezialist.

    Wenn jemand einen Schock erlebe, könne es passieren, dass die Schilddrüse, „der oberste Dirigent des Körpers – auch in puncto Haare“, kurzzeitig aussetze. Infolge werde das ganze System durcheinander gebracht.

    Ibiza-Gate

    Am 17. Mai war von deutschen Medien ein Video veröffentlicht worden, in dem der damalige FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache eine vermeintliche russische Milliardärin um Wahlkampfspenden bittet und im Austausch Staatsaufträge anbietet. Strache hielt die Frau wohl für die Nichte eines russischen Oligarchen und gab Äußerungen von sich, die ihn das Amt kosteten.

    In einer am 24. Mai bei APA erschienenen Presseerklärung nahm Strache zu den Aufnahmen Stellung. Darin räumte er zwar Fehler ein, betonte jedoch, dass das Video rechtswidrig aufgezeichnet worden sei und die Verantwortlichen ermittelt werden müssten. Deswegen erstattete Strache in Deutschland Anzeige gegen die Menschen, die an der Herstellung des Materials beteiligt waren.

    Im Zusammenhang mit dem so genannten „Ibiza“-Video wurde gegen Strache und Ex-FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus eine Ermittlung eingeleitet, berichteten österreichische Medien unter Verweis auf die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA).

    jeg/ae

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    Tags:
    graue Haare, Foto, Facebook, Heinz-Christian Strache, Österreich