03:01 26 Februar 2020
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    Zynischer könnte es nicht sein: Am Tag, an dem die Deutsche Bank mit der Massenentlassung ihrer Mitarbeiter beginnt, lassen es sich die Bosse richtig gut gehen und bestellen teure Maßanzüge.

    Wie die britische Zeitung „Guardian“ berichtet, wurden am Montag in der Londoner Filiale der Deutschen Bank Angstellte der Nobel-Schneiderei „Fielding & Nicholson“ gesichtet. Ein Foto zeigt, wie sie mit Kleidertaschen aus einem Büro der Bank kommen. Die beiden Männer – Ian Fielding-Calcutt, der Gründer der Schneiderei, und sein Mitarbeiter Alex Riley – waren für die Spitzen-Manager zu ihrem Anprobe-Termin gekommen.

    Während in den oberen Etagen teure Anzüge bestellt wurden, mussten unten die weniger Glücklichen ihre Sachen packen. Weltweit will die Deutsche Bank 18.000 Stellen streichen, in London werden voraussichtlich 3000 Menschen ihre Arbeit verlieren. „Unser Timing war nicht besonders gut“, sagte Schneider Fielding-Calcutt den „Financial News“. „Ich glaube, viele der Menschen, die entlassen wurden, waren so etwas wie Händler, die nicht einmal Anzüge tragen. Wir haben einfach mit unseren Kunden weitergemacht, die offenbar nicht von den Stellenstreichungen betroffen waren.“

    Anzüge von Fielding & Nicholson gehören nicht unbedingt zu der erschwinglichen Sorte. Die edlen Stücke gibt es ab 1200 Britische Pfund, nach oben ist das Preisspektrum offen.

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    Tags:
    Deutsche Bank, Entlassung, Deutschland, Großbritannien