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    Google-Office in New York (Symbolbild)

    Sind Sprachbefehle nicht privat? Google gibt Mitlauschen zu

    © AP Photo / Mark Lennihan
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    Sprachbefehle sind nicht so privat, wie viele Nutzer denken. Auftragnehmer von Google hörten regelmäßig anonyme Aufnahmen und prüften sie. Dies gab Google am Donnerstag bekannt, nachdem Aufnahmen geleakt worden waren.

    Google lässt einen Teil der per Google Assistant aufgenommenen Sprachbefehle anhören und transkribieren. Auftragnehmer des Konzerns hörten regelmäßig per Mobiltelefon oder smarte Lautsprecher gemachte Aufnahmen und prüften sie, gab Google per Blogeintrag zu. Dies geschehe anonym, versicherte das Unternehmen.

    „Dies ist ein kritischer Teil des Prozesses zur Erstellung von Sound-Technologie, die für die Erstellung von Produkten wie Google Assistant erforderlich ist“, so Google.

    Der Anlass für diese Erklärung war ein Leak von mehr als 1000 dänischen Sprachaufnahmen, die dem belgischen Sender VRT zugespielt wurden. Die Aufnahmen hatten Nutzer mit dem virtuellen Sprachassistenten gemacht. Diese beinhalteten teilweise sensible persönliche Gespräche sowie Informationen, mit denen die Personen identifiziert werden konnten.

    Google zufolge beträgt der Anteil der für die Analyse bestimmten Audioaufnahmen höchstens 0,2 Prozent des gesamten von Google Assistant bereitgestellten Befehlsspektrums. Darüber hinaus sei es den Experten untersagt, die vor dem Hintergrund von Befehlen geführten Gespräche und andere Nebengeräusche zu entschlüsseln.

    sm/mt

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