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05:55 18 Oktober 2019
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    Krebszellen (Symbolbild)

    Neue Methode zur Krebszellen-Vernichtung gefunden

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    Das Krebs-Gen MYC, das das Wachstum einer Geschwulst bei den meisten Krebsarten „managt“, ist bereits seit langem ein Untersuchungsobjekt. Die Ergebnisse der jüngsten Studie von Forschern der University of Pennsylvania in den USA sind im Fachmagazin „Nature Cell Biology“ veröffentlicht worden.

    Diese Studie ist ein weiterer und scheinbar erfolgreicher Versuch geworden, Methoden zur Einwirkung auf das MYC zu finden.

    Was macht MYC?

    MYC ist ein Gen, das das normale Zellenwachstum reguliert. Wenn es aber mutiert, so startet es eine Kettenreaktion, die eine unkontrollierte Zellenvermehrung hervorruft, was zu bösartigen Tumoren führt.

    Ein Blockieren seiner Funktionsfähigkeit könne das Wachstum eines Tumors verhindern und  daher eine effektive Behandlungsmethode bei Krebs darstellen, meinen die Forscher.

    Nutzen und Schaden der Chemotherapie

    Mit Hilfe der Chemotherapie können Ärzte die Teilung von Krebszellen und das Wachstum der Geschwulst stoppen. Doch da die Präparate die Teilung der Zellen im ganzen Organismus einschränken, tauchen ernsthafte Nebenwirkungen bei den Patienten auf.

    Seit vielen Jahren werden deshalb Versuche unternommen, Alternativen zur Chemotherapie zu finden.

    Und nun hat das Team der US-Forscher eine Methode zur Krebszellen-Manipulation vorgeschlagen, infolgedessen die degenerativen Zellen sich selbst vernichten.

    Selbstmord von Krebszellen

    „Wir mussten das Wachstum der Geschwulst so blockieren, dass die Krebszellen nicht überleben können“, sagte Constantinos Koumenis, einer der führenden Autoren der erwähnten Studie.

    Um die Krebszellen zum Selbstmord zu bringen, blockierten die Forscher das MYC auf Umwegen. Statt einer direkten Ausschaltung des Gens, was früher unmöglich war, „zielten sie auf das ATF4-Eiweiß“. Es stellte sich heraus, dass ATF4 gerade jene Gene einschließt, die das MYC für sein Wachstum braucht, und die Geschwindigkeit kontrolliert, mit der die Zellen ihre spezifischen Eiweiße produzieren.

    Als es den Forschern gelang, ATF4 aus den Zellen hinauszudrängen, war klar geworden, dass die Tumorzellen diese Eiweiße auch weiterhin akkumulierten und letztendlich infolge des Stresses starben. Dies blockierte das Wachstum einer Geschwulst bei Mäusen mit Lymphomen und kolorektalem Krebs. 

    Wie wirkt der Mechanismus? 

    Das heißt, wenn ATF4 fehlt, kann MYC das Wachstum und die Teilung der Zellen nicht stimulieren. Stattdessen erzeugt die Zelle eine große Menge von Eiweiß, bis sie stirbt.

    Die Forscher haben diesen Mechanismus an einem Dutzend Mäusen geprüft. Wenn die Tiere kein ATF4 erzeugen konnten, entwickelte sich der Krebs nicht mehr weiter.

    Die entdeckte Methode funktioniert aber nur in jenen Zellen, deren übermäßiges Wachstum durch das MYC verursacht ist. Sie ist zum Beispiel erfolgreich an den isolierten Zellen der Brustdrüse, des Dickdarms und des Blutes von Menschen getestet worden. Allerdings wissen die Wissenschaftler noch nicht, ob sie ebenso im menschlichen Organismus funktionieren wird.

    ek

     

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    Tags:
    Heilmethode, University of Pennsylvania, Vernichtung, Geschwulst, Krebszellen