22:17 11 August 2020
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    Terroristen haben das Hotel Asasey in der somalischen Hafenstadt Kismayo angegriffen, in dem sich die Landespolitiker und die Ältesten versammelt hatten. Dies meldet Reuters.

    Die Gesetzgeber waren in der Stadt eingetroffen, um die im Land bevorstehenden regionalen Wahlen zu besprechen. Die Polizei teilte mit, dass sich in dem Hotel zuerst eine Explosion ereignet und danach eine Schießerei begonnen habe. Dabei sei es noch zu früh, von Opfern zu sprechen, so die Polizei.

    Verantwortung übernimmt radikale Gruppierung „al-Shabab“

    Die Verantwortung für den Angriff hat die somalische radikale Gruppierung „al-Shabab“ übernommen. Wie ihre Vertreter erklärten, sprengte sich zuerst ein Selbstmord-Terrorist in die Luft, dann stürmten die bewaffneten Mitglieder der Gruppierung in das Gebäude. Es wird betont, dass die Konfrontation vor Ort immer noch weitergehe, dabei gebe es im Gebäude „viele Leichen, darunter einen toten weißen Menschen“.

    Den Angaben des somalischen Journalisten Hussein Mohamed zufolge sind unter den Opfern Journalisten und Politiker. Unter anderem ist infolge des Angriffs wahrscheinlich der bekannte einheimische Senator Ahmed Hashi ums Leben gekommen.

    Wo agiert „al-Shabab“?

    Im Januar übernahm „al-Shabab“ die Verantwortung für die Attacke auf den hochklassigen Hotel-Komplex DusitD2 in der Hauptstadt von Kenia, Nairobi. Damals wurden alle Terrorkämpfer getötet, 14 Zivilisten kamen ums Leben, weitere 700 Menschen wurden erfolgreich evakuiert.

    „Al-Shabab“ ist ein Flügel der internationalen Terrorvereinigung „Al-Kaida“*. Sie agiert auf dem Territorium von Somalia und außerhalb des Landes. 2014 hatten die Terrorkämpfer von „al-Shabab“ die Mehrheit der von ihnen kontrollierten Territorien verloren, doch sie verüben weiterhin Terrorakte.

    *Eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

    ek

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    Tags:
    Kenia, Somalia, Reuters, al-Shabab, Al-Kaida