06:58 12 Dezember 2019
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    Spektakuläre Aktion: US-Küstenwache stoppt „Drogen-Halbtauchboot“ – Video

    © Foto : U.S. Coast Guard / Petty Officer 1st Class Matthew S. Masaschi.
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    Einsatzkräfte der US-Küstenwache haben kürzlich im Golf von Mexiko ein halbtauchfähiges Schmuggel-U-Boot gestoppt, das zu dem Zeitpunkt offenbar eine Ladung Kokain an Bord hatte. Ein kurzer Ausschnitt des Einsatzvideos wurde danach im Netz veröffentlicht.

    Die Aufnahme soll am vergangenen Donnerstag in den internationalen Gewässern im Golf von Mexiko entstanden sein. Sie zeigt, wie die Boote der US-Küstenwache dem Schmuggel-Boot nachjagen und die Einsatzkräfte anschließend bei voller Fahrt auf das verdächtige Wasserfahrzeug steigen.

    ​Letztendlich zwangen die US-Amerikaner die Besatzung des Halbtauchers, die Luke zu öffnen. Die eine Person, die das Schmuggler-Boot steuerte, wurde im Zuge des Einsatzes verhaftet. Das Rauschgift wurde beschlagnahmt.

    Bei dem Wasserfahrzeug handelt es sich um einen sogenannten Halbtaucher. Diese werden von der Drogenmafia in Lateinamerika ebenso wie die sogenannten Drogen-U-Boote hauptsächlich zum Schmuggeln von Drogen genutzt. 

    Anders als Drogen-U-Boote fahren Halbtaucher allerdings nicht komplett unter Wasser, sondern nur knapp unter der Wasseroberfläche.

    Sie lassen sich von einem anderen Schiff aus schlecht sehen, sind aber aus der Luft relativ einfach zu entdecken. Ihr Rumpf ist meist aus Fiberglas konstruiert, der Innenraum soll viel Platz für große Mengen an Schmuggelware bieten. Die Besatzung besteht aus einer Person.

    Der Antrieb erfolgt durch einen Dieselmotor, dessen Lufteinlass bei einem Halbtaucher aus dem Wasser ragt, wie das Video ebenfalls zeigt.

    Viele solcher Wasserfahrzeuge werden in Kolumbien und in anderen lateinamerikanischen Ländern in kleinen Manufakturen von den Gruppierungen der organisierten Kriminalität gefertigt und sind teilweise auch nur für einen einmaligen Einsatz vorgesehen.

    Die US-Behörden konnten bereits in der Vergangenheit immer wieder solche Schmuggler-U-Boote aufspüren und festnehmen. Erste Gerüchte von „Drogen-U-Booten“ kamen in den 90er Jahren auf. 1997 wurden dann zwei Mini-U-Boote im Hafen von Santa Marta in Kolumbien gefunden.

    Auch aufgrund ihrer geringen Reichweite fahren solche Schmuggel-Boote nicht immer an das jeweilige Endziel, so dass das Rauschgift dann auf dem Landweg weitertransportiert wird.

    am/mt

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    Drogen, Golf von Mexiko, USA