10:32 12 Dezember 2019
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    Italienische Polizei (Archivbild)

    Kriegswaffen und Rakete für Luftkampf bei Neonazi-Razzia in Italien sichergestellt

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    In Italien hat die Polizei mehrere Rechtsextreme festgenommen und dabei Kriegswaffen beschlagnahmt. Laut Medien war darunter auch eine technisch einwandfreie Luft-Luft-Rakete. Wie die Rakete mit einer Reichweite von 25 Kilometern in den Besitz der rechten Gruppe kam, soll nun ermittelt werden.

    Die Festnahmen führte die italienische Polizei am Montag laut einer Pressemitteilung in der Nähe des Mailänder Flughafens Malpensa durch. Dabei fanden die Beamten mehrere Gewehre, Pistolen, Bajonette, eine Maschinenpistole, mehr als 800 Schuss Munition sowie Nazi-Devotionalien. Das berichtet aktuell die „taz“.

    ​​In einem Lagerhaus südwestlich von Mailand, das als Waffenarsenal der italienischen Neonazi-Gruppe diente, hätten die Ermittler dabei eine etwa dreieinhalb Meter lange Luft-Luft-Rakete aus französischer Produktion sichergestellt.

    Bei der Rakete handle es sich um eine funktionsfähige Luft-Luft-Rakete aus französischer Serienproduktion (Typ Matra S530). Drei Italiener „im rechtsextremen Milieu“ seien bei der Razzia festgenommen worden. Einer der Festgenommenen habe die Rakete angeblich an „Separatisten in der Ukraine“ verkaufen wollen, so die Zeitung.

    Eine solche Rakete könne mit Überschallgeschwindigkeit Ziele in 25 Kilometer Entfernung treffen. Wie der Mann an die Rakete gekommen war – die nach italienischen Medienberichten unter anderem bei den Streitkräften des Golfemirats Katar im Einsatz sei – sei bislang noch nicht geklärt.

    Die drei rechtsextremen Männer sollen nach Informationen des „MDR“ in der Ukraine „für pro-russische Rebellen gekämpft haben“.

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    Mailand, Neonazis, Italien