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16:21 22 September 2019
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    Die archäologische Kunstschätze der Krim im historischen Museum Amsterdams (Archivbild)

    Tauziehen um „Gold der Krim“ - Gericht will neue Informationen: Entscheidung vertagt

    © AP Photo / Peter Dejong
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    Fünf Jahre nach dem Referendum auf der Krim geht das Tauziehen um kostbare Kulturschätze der Region weiter. Ein Amsterdamer Gericht vertagte am Dienstag die Entscheidung, wer rechtmäßiger Eigentümer der Objekte ist – vier Museen der Krim oder die Ukraine.

    Das Amsterdamer Allard-Pierson-Museum hatte im Jahr 2014 archäologische Kunstschätze der Krim als Leihgabe ausgestellt: darunter Gold, Juwelen, Waffen und Masken – die Skythen-Gold-Sammlung. Dann fand auf der Halbinsel das Referendum über die Rückführung der Krim statt, im Zuge dessen ihre Bewohner ihre Zugehörigkeit zu Russland manifestierten. Das Amsterdamer Museum schickte die kostbaren Objekte nicht zurück, da es nicht wusste, wer rechtmäßiger Eigentümer war – die Krim oder die Ukraine.

    Die Eigentumsfrage wurde Teil des Ukraine-Konflikts: Die vier Museen der Krim, die unter russischer Verwaltung stehen, fordern die Stücke aus ihren Sammlungen zurück. Doch nach Ansicht Kiews geht es um ukrainisches Staatseigentum.

    Noch im März hatte Rechtsanwalt Maarten Sanders, der in dem Streit die ukrainische Seite vertritt, gegenüber Sputnik bekanntgegeben, dass Kiew jegliche Möglichkeit ausschließe, einen Kompromiss im Streit um die Skythen-Gold-Sammlung zu erzielen.

    In erster Instanz 2016 hatte das Gericht der Ukraine Recht gegeben. Doch dagegen hatten die Museen der Krim Berufung eingelegt.

    Das Berufungsgericht hat nun von beiden Parteien zusätzliche Informationen angefordert. Ein Urteil wird frühestens Ende des Jahres erwartet. Die kostbaren Kunstschätze bleiben bis dahin in Obhut des Amsterdamer Museums – an einem geheim gehaltenen Ort.

    ba/dpa

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    Tags:
    Amsterdam, Ukraine, Russland, Gold, Krim