20:08 28 März 2020
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    Israelische Archäologen haben kürzlich bei einer Ausgrabung in der Nähe von Jerusalem die Überreste einer prähistorischen Stadt entdeckt, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

    Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass diese uralte Siedlung, die sich fünf Kilometer westlich von Jerusalem befindet, eine der größten antiken Städte der Steinzeit gewesen sein könnte. Das Alter der Überreste wird auf etwa 9.000 Jahre geschätzt.

    Forscher gehen davon aus, dass einst bis zu 3.000 Menschen in der Stadt gelebt haben könnten. Vor dieser Entdeckung nahmen Archäologen an, dass das Gebiet in dem Zeitalter unbewohnt war, als Menschen von der Jagd und dem Sammeln zu einem sesshafteren Lebensstil sowie der Landwirtschaft übergingen.

    Ausgrabungsstätte bei Motza nahe Jerusalem
    © REUTERS / NIR ELIAS
    Ausgrabungsstätte bei Motza nahe Jerusalem

    Bei den Ausgrabungen fanden die Wissenschaftler jedoch Spuren von großen Gebäuden, Straßen und Friedhöfen, was auf einen gewissen Fortschritt in der Stadtplanung hindeutet. Zudem wurden Überreste von Silos für Saatgut entdeckt, was für ein relativ hohes Maß an landwirtschaftlicher Entwicklung spricht.

     Bei der Ausgrabung gefundene Pfeilspitzen
    © REUTERS / NIR ELIAS
    Bei der Ausgrabung gefundene Pfeilspitzen

    Darüber hinaus zeigen gefundene Tierknochenreste, dass sich die Bewohner auf die Zucht von Schafen spezialisiert haben könnten und die Jagd in dieser Periode in den Hintergrund getreten sei.

    Zu anderen dort von den Archäologen entdeckten Artefakten zählt  eine Großzahl von Pfeilspitzen, Äxten, sichelförmigen Klingen und Messern.

    am/gs

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    Tags:
    Ausgrabungen, Jerusalem, Israel