19:10 09 Dezember 2019
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    Gerichtszeichnung vom Prozess in New York

    US-Gericht schickt Drogenboss „El Chapo“ zeitlebens hinter Gitter

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    Der mexikanische Drogenboss Joaquín Guzmán Loera, auch bekannt als „El Chapo“ (dt.: der Kurze), wurde von einem New Yorker Gericht zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Dieses Strafmaß verkündete Richter Brian Cogan in der US-Metropole am Mittwoch, meldet die Deutsche Presse-Agentur.

    Cogan zufolge wurde der 62-Jährige zu lebenslanger Haft und zusätzlich zu 30 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Damit dürfe Guzmán keinen Antrag auf vorzeitige Entlassung stellen, so der Richter.

    Darüber hinaus soll der Verurteilte Schadensersatz in Höhe von 12,6 Milliarden US-Dollar (ca. 11,2 Milliarden Euro) zahlen. Laut der Staatsanwaltschaft ist das eine geschätzte Summe der Einnahmen Guzmáns aus der Drogenkriminalität.

    Die Staatsanwaltschaft hatte dem Chef des „Sinaloa-Kartells“ vorgeworfen, binnen 20 Jahren mindestens 181 Tonnen Kokain in die Vereinigten Staaten geschmuggelt zu haben.

    Bereits zuvor im Februar dieses Jahres hatte eine Jury in einem der größten Drogen-Prozesse in der Geschichte der Vereinigten Staaten „El Chapo“ in allen Anklagepunkten für schuldig befunden.

    Nun folgte also das Strafmaß. Damit muss der berüchtigte Ex-Drogenboss für den Rest seines Lebens in einem US-Gefängnis bleiben.

    Erstafführung der Netflix-Serie Narcos über die mexikanischen Dorgenhändler
    © AFP 2019 / Getty Images for Netflix / Charley Gallay

    Am 8. Januar 2016 hatte ein Sondereinsatzkommando der mexikanischen Polizei Joaquín Guzmán Loera nach dessen siebenmonatigen Flucht in Los Mochis in Mexiko gefasst.

    Zuvor gelang es dem damaligen Kartell-Chef bereits das zwei Mal aus einem mexikanischen Gefängnis auszubrechen. 2015 entkam Guzmán durch einen Tunnel, den Komplizen bis unter seine Zelle gegraben hatten.

    Laut Berichten mexikanischer Medien hat der Drogenboss einen Film über sich drehen lassen wollen. Das wurde ihm zum Verhängnis: Durch Schauspieler und Produzenten sollen die Ermittler auf seine Spur gekommen sein.

    2017 wurde „El Chapo“ an die USA ausgeliefert.

    am/gs/dpa

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