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03:00 20 September 2019
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    Iranischer Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (Archiv)

    Das war ein Schmugglerschiff: Iran bestreitet Beschlagnahme von Öltanker

    © REUTERS / Evgenia Novozhenina
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    Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat am Donnerstag die Beschlagnahme eines vermeintlichen Öltankers bestritten.

    Er äußerte sich zu vorherigen Medienberichten bezüglich der vermeintlichen Beschlagnahme eines Öltankers.

    Dem Minister zufolge handelt es sich bei dem besagten Schiff nicht um einen Öl-Tanker - wie es in den Medienberichten ursprünglich hieß - sondern um ein kleines Schmugglerschiff, das lediglich bis zu einer Million Liter Öl befördern könne.

    Sarif fügte hinzu, dass solche Einsätze der iranischen Marine gegen Schmuggler beinahe täglich stattfinden würden.

    „Das beschlagnahmte Schiff war ein kleines Schiff, das eine Million Liter Öl transportierte, nicht eine Million Barrel Öl. Wir führen (die Einsätze – Anm. d. Red.) jeden Tag durch. Das sind Leute, die täglich versuchen, unser Öl zu schmuggeln“, so der Diplomat.

    ​Das iranische Staatsfernsehen hat diesbezüglich ein Video veröffentlicht, dass die Beschlagnahme des Schiffes zeigt.

    ​Am Dienstag zuvor berichtete die Nachrichtenagentur Fars, dass die iranische Revolutionsgarde einen ausländischen Öltanker im Persischen Golf festgesetzt hatte. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim sollen dabei zwölf ausländischen Crew-Mitglieder festgenommen worden sein. 

    Vergangegene Woche hatte die britische Marine den Tanker „Grace 1“ vor Gibraltar festgesetzt. Er soll nach Syrien unterwegs gewesen sein, was ein Verstoß gegen die europäischen Sanktionen gegen das Land wäre. Die EU stellt seit 2011 Öllieferungen an Syrien unter Strafe. Das Öl in dem Schiff soll aus dem Iran stammen, was wiederum die US-Sanktionen gegen die Islamische Republik verletzen würde.

    awm/gs

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    Tags:
    Iran