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05:29 14 Oktober 2019
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    Restaurant (Symbolbild)

    Menschen zweiter Klasse: Ukrainische Kellnerin enthüllt unangenehme Details zur Arbeit in Polen

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    Eine Dozentin aus der Ukraine, die als Kellnerin und Barkeeperin in einem polnischen Hotel an der Ostseeküste arbeitet, schildert in einem Interview mit dem polnischen Magazin „Polityka“, wie hart die Arbeitsbedingungen in Polen sind. Für viele sei sie eine zweitklassige Person.

    Die Frau, die sich als Oksana vorstellte, gab an, dass die polnischen Männer oft versuchen würden, Kontakt zu ihr aufzunehmen, wobei sie auf Geschlechtsverkehr anspielen. Die polnischen Frauen würden der Bedienung keine Beachtung schenken, und den Kindern werde gesagt, dass sie im Umgang mit den ukrainischen Arbeitern nicht zimperlich sein sollen.

    „Für viele bin ich nur eine Ukrainerin, die in einem Hotel arbeitet, also eine zweitklassige Person ohne Selbstachtung, ein Gegenstand“, so die Kellnerin.

    Das polnische Personal, so die Frau, betrachte die Ukrainer in der Regel ebenfalls als Angestellte zweiter Klasse. Vor allem die Manager scheinen Angst zu haben, dass die Migranten weglaufen könnten, und versuchen deshalb, ihnen das Mark aus den Knochen zu saugen.

    Oksana zufolge verdient sie in fünf Monaten im Ausland genauso viel Geld wie in einem Jahr in der Ukraine. Trotzdem wolle sie nicht für immer in Polen bleiben, um sich nicht als zweitklassiger Mensch zu fühlen.

    Saisonarbeit ins Ausland

    Laut dem Ministerium für Sozialpolitik der Ukraine begeben sich jährlich bis zu neun Millionen Menschen zur Saisonarbeit ins Ausland. Die Zahl der illegalen Migranten werde dabei nicht berücksichtigt. Inzwischen seien die entsprechenden Indikatoren rapide gewachsen, was zu wirtschaftlichen Problemen in der Ukraine selbst geführt habe.

    Den Angaben des Statistischen Amtes der EU (Eurostat) zufolge entscheiden sich die meisten Ukrainer für den polnischen Arbeitsmarkt.

    pd/sb/sna

     

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    Tags:
    Ukraine, Polen, Europa