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22:58 22 September 2019
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    britischer Tanker „Stena Impero”

    Festsetzung von britischem Tanker bestätigt: Auch russische Seeleute an Bord – Reederei

    © REUTERS / Stena Bulk/Handout
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    Iranische Revolutionsgarden haben einen britischen Tanker „Stena Impero” im Persischen Golf festgesetzt. Wie sich nun herausstellt, gab es an Bord jedoch keine Briten, sondern Bürger von Indien, Lettland, den Philippinen und Russland.

    Dies teilte ein Vertreter des Firmeninhabers von Stena Bulk & Northern Marine Management gegenüber Sputnik mit.

    „An Bord sind 23 Personen: Bürger aus Indien, Lettland, den Philippinen und Russland. Wir prüfen noch die genaue Anzahl der Bürger dieser Länder”, so der Vertreter.

    Später präzisierte er, dass sich drei russische Bürger auf dem Tanker befinden.

    Zuvor war bekannt geworden, dass die iranischen Revolutionsgarden einen britischen Öltanker in der Straße von Hormus am Persischen Golf gestoppt haben.

    Er soll gegen internationale Vorschriften verstoßen haben.

    Die betroffene Reederei bestätigte schon zuvor den Vorfall.

    Um 16 Uhr Ortszeit hätten sich „kleine Boote“ und ein Helikopter genähert.

    Der Tanker habe sich „in internationalen Gewässern“ befunden, so das Unternehmen.

    Britische Seite bestätigt Festsetzung

    Mittlerweile hat auch das britische Außenministerium den Vorfall bestätigt. So erklärte der Außenminister des Landes Jeremy Hunt, dass der Iran in der Straße von Hormus zwei Schiffe festgesetzt habe, von denen eines unter britischer und das andere unter liberianischer Flagge fuhr.

    Auch erklärte er, dass es allem Anschein nach keine britischen Bürger auf diesen Schiffen gebe.

    Die britische Seite arbeite an der Befreiung der Schiffe und ihrer Besatzungen, so Hunt.

    Zugleich dementierte Iran, dass die Revolutionsgarden zwei Schiffe festhalten würden. Man habe nur den britischen Tanker gestoppt. Auch die Reederei erklärte, dass das Schiff unter liberianischer Flagge mittlerweile frei sei.

    Eskalation nach angeblichem Drohnenabschuss

    Bereits zuvor hatte sich die Lage am Persischen Golf weiter zugespitzt. Am Donnerstag hatten die USA erklärt, dass ein US-Navy-Schiff ein unbemanntes iranisches Fluggerät über der Straße von Hormus abgeschossen hätte.

    Der Iran dagegen dementierte und erklärte, dass alle Drohnen an dem Tag intakt zu ihren Basen zurückgekehrt seien.

    Zudem veröffentlichten die iranischen Revolutionsgarden Aufnahmen, die von der angeblich abgeschossenen Drohne stammen und so die US-Behauptungen des Abschusses widerlegen sollen.

    /ng

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    Tags:
    Großbritannien, Iran, Öltanker, Tanker