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18:41 20 Oktober 2019
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    Iran: Besatzung des britischen Tankers darf Schiff nicht verlassen

    © AP Photo / European Commission
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    Die Besatzung des im Iran festgesetzten britischen Öltankers „Stena Impero” darf das Schiff bis Ende der Untersuchungen nicht verlassen. Das gab ein Sprecher der Hafenbehörde in Bandar Abbas in Südiran am Samstag bekannt.

    Von den 23 Besatzungsmitgliedern seien 18 aus Indien und fünf aus Russland, den Philippinen und Lettland, sagte der Sprecher Morad Afifipur der Nachrichtenagentur Isna. 

    Der Tanker sei am Freitag nach einer Kollision mit einem Fischereischiff einfach weitergefahren, sagte Afifipur. Daraufhin habe das Fischereischiff die Behörden im Iran verständigt. Der Tanker sei dann im Einklang mit dem Seerecht gestoppt und nach Bandar Abbas eskortiert worden. Dort liefen nun die Untersuchungen.

    Umweltschädigende Materialien am Bord

    Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hatten den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker am Freitag in der Straße von Hormus mit der Begründung gestoppt, er habe internationale Vorschriften nicht beachtet. Der Tanker soll sein GPS-System ausgeschaltet haben und auf der falschen Richtungsspur von Süden in die Straße von Hormus eingefahren sein. Damit habe die Gefahr von Kollisionen bestanden. Außerdem soll der Tanker umweltschädigende Materialien am Bord haben, die derzeit von der Umweltbehörde in Bandar Abbas untersucht würden.

    Am Freitag hatte es auch Berichte über einen zweiten britischen Tanker gegeben, den die IRGC in Richtung Iran abgedrängt haben sollen. Offizielle iranische Reaktionen dazu gab es nicht. Medienangaben zufolge wurde der unter liberianischer Flagge fahrende Tanker „Mesdar” der britischen Norbulk Shipping UK nicht an die Kette gelegt, sondern durfte nach einer Routinebefragung weiterfahren. 

    Beobachter hatten mit solchen Vorfällen gerechnet, nachdem im britischen Gibraltar ein Tanker mit Öl aus dem Iran unter dem Vorwurf illegaler Öllieferungen an Syrien an die Kette gelegt worden war. Der seit Anfang des Monats festgesetzte Supertanker darf mindestens bis Mitte August nicht wieder auslaufen. Der Iran hatte die Festsetzung des Tankers als „Piraterie” verurteilt und mit Konsequenzen gedroht.

    ai/dpa

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    Tags:
    Großbritannien, Schiff, Tanker, Iran