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    Barcelona (Archivbild)

    Gruppenvergewaltigung einer Russin in Barcelona: Tatverdächtige vorerst freigelassen

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    Das Oberste Gericht von Katalonien hat drei Personen, die der Entführung und Gruppenvergewaltigung einer Russin in Barcelona verdächtigt werden, zeitweilig freigelassen, solange die Ermittlungen andauern. Das folgt aus einem auf Twitter veröffentlichten diesbezüglichen Beschluss des Gremiums.

    Wie es heißt, wurden bei den Tatverdächtigen Pässe entnommen. Zudem müssten sie alle acht Tage vor Gericht erscheinen und dürften Spanien nicht verlassen.

    Indes seien die DNA-Proben des Opfers und der Tatverdächtigen noch nicht fertig.   

    Am Samstag hatte  die Zeitung „La Vanguardia“ mitgeteilt, dass eine junge Frau aus Russland in Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens, entführt und vergewaltigt worden sei.

    Demnach ereignete sich der Vorfall am Dienstag. Ein Passant habe eine 25-jährige Russin mit Blutergüssen an den Armen und Beinen auf einer Straße entdeckt und die Polizei alarmiert. Sie sei sofort in ein Krankenhaus gebracht und von Ärzten untersucht worden. Ihren Angaben zufolge wurde die Frau vergewaltigt.      

    Wie die junge Frau erzählte, sei sie auf einer Bank nahe dem Busbahnhof in Barcelona eingeschlafen. Sie sei dann auf einem Ödland aufgewacht, wo sie zwei Tage lang von vier Unbekannten festgehalten und vergewaltigt worden sein soll.

    Obwohl die Täter die Frau mit Drogen getankt hätten, habe sie fliehen können. Die Polizei habe die Mutter der jungen Frau gefunden, die in Benidorm, einer Stadt in der Provinz Alicante im Osten Spaniens, lebt.

    Wie das Blatt weiter berichtete, habe die Polizei auf frischer Spur zwei Tatverdächtige mit rumänischer Staatsangehörigkeit sowie eine Spanierin, die als Mitschuldige gilt, festgenommen. Nach weiteren zwei mutmaßlichen Tätern werde noch gefahndet.

    Das ist bei weitem nicht der erste derartige Vorfall in Spanien.

    Urlauberin am Strand von Barcelona vergewaltigt

    Wie die Zeitung „La Vanguardia“ berichtete, sollen zwei 22-jährige Schweizer in der Nacht auf Freitag eine 22 Jahre alte Touristin an einem Strand von Barcelona vergewaltigt haben. Sie seien kurz nach der Tat festgenommen worden.

    Laut dem Blatt hatten die Schweizer die Frau in einer Disco in Barcelona kennengelernt. Als die Frau ohne Begleitung ihrer Freundinnen auf die Toilette ging, seien die beiden Männer ihr gefolgt und hätten versucht, die Frau zu vergewaltigen. Später zwangen sie die Frau, mit ihnen den Club zu verlassen und zum Strand von Somorrostro zu gehen. Dort sollen sie sich schließlich über die 22-Jährige hergemacht haben. 

    Am Samstag habe ein Untersuchungsrichter einen der beiden Männer freigelassen, weil das Opfer ihn in einer zweiten Befragungsrunde nicht erkannt habe. Gegen ihn werde aber weiterhin ermittelt. Der andere Tatverdächtigte befinde sich in Untersuchungshaft. Der Richter setzte eine Kaution von 10.000 Euro fest.

    Gruppenvergewaltigung in Spanien im Jahr 2016

    Im Juli 2016 hatten fünf Männer eine 18-Jährige, die sie kurz zuvor am Rande der Stiertreiben von Pamplona kennengelernt hatten, nach Mitternacht in einen dunklen Hausflur gedrängt. Sie filmten anschließend, wie sie sich an der jungen Frau vergingen und teilten die Aufnahmen per Messenger auch mit anderen. Die Gruppe, die sich „La Manada“ (das Rudel) nannte, brüstete sich mit der Tat. Doch die Täter beteuerten während des Verfahrens, die auf den Aufnahmen passiv wirkende Frau habe freiwillig mitgemacht.

    ns /mt

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    Tags:
    Spanien, Russland