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21:16 22 September 2019
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    Der britische Öltanker Stena Impero

    Funkgespräche : Wie Iraner Öltanker „Stena Impero“ aufgebracht haben

    © REUTERS / Tasnim News Agency / Handout
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    Ein Fragment aus den Funkgesprächen der iranischen Militärs mit der Crew der britischen Fregatte HMS Montrose, die unmittelbar vor der Aufbringung des Öltankers „Stena Impero“ durch die Iraner geführt worden sind, ist von dem britischen Unternehmen „Dryad Global“ veröffentlicht worden.

    Der unter britischer Flagge fahrende Tanker wurde in der Straße von Hormus von den Marinestreitkräften des Korps der Islamischen Revolutionsgarden aufgebracht. Die in diese Region zum Schutz der britischen Schiffe entsandte HMS Montrose hatte es nicht geschafft, dies zu verhindern.

    Laut Teheran ist der Öltanker wegen der Verletzung des Völkerrechts aufgebracht worden.

    Inspektion "zum Zweck der Sicherheitsgewährung"

    Auf der Audioaufnahme, die von „Dryad Global“ vorgelegt wurde, das sich mit Sicherheitsfragen der Seefahrt befasst, ist zu hören, wie die Iraner von der Fregatte verlangen, sie nicht daran zu hindern, den Tanker „zum Zweck der Sicherheitsgewährung“ zu inspizieren. Der Tanker-Crew hatten sie befohlen, unverzüglich vom Kurs abzudrehen.

    Während des Funkgespräches war zu hören: „Wenn Ihr Euch fügt, passiert Euch nichts.“

    Danach setzte sich die HMS Montrose mit dem Tanker in Verbindung. Die Militärs meldeten dem Schiff: „Da Ihr eine Transitdurchfahrt in der internationalen Straße erfüllt, darf eure Fahrt gemäß  dem Völkerrecht nicht gestört werden, Ihr dürft nicht aufgebracht werden und Euch dürfen keine Hindernisse in den Weg gelegt werden.“

    Gleiche Taktik

    Die gleiche Taktik hatten vor zwei Wochen die britischen Marineinfanteristen bei der Aufbringung des iranischen Tankers „Grace 1“ vor der Küste von Gibraltar eingesetzt.

    Schon Anfang Juli hatten die iranischen Behörden offen gedroht, den britischen Supertanker aufzubringen - als Antwort auf die Handlungen der britischen Militärs.

    Die Regierungen von Gibraltar und Großbritannien waren der Ansicht, dass die „Grace 1“ Rohöl zur Ölraffinerie in Syrien in Verletzung der von der EU und den USA verhängten Sanktionen transportierte.

    ek/mt

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    Tags:
    Völkerrecht, Verletzung, Aufbringung, Öltanker, Crews, Konfrontation