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    Menschliches Gehirn bringt neues Rätsel - Forscher

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    Forscher der Stanford University in den USA haben ein Experiment durchgeführt, bei dem sie Mäuse gezwungen haben, zu halluzinieren, wobei aber nur ein paar Neuronen stimuliert wurden. Dies weist auf einen bisher unbekannten Mechanismus bei Säugetieren hin, der falsche Reaktionen auf den Lärm verhindert. Darüber berichtet „Science Alert“.

    Mit anderen Worten verhindert dieser Mechanismus eine willkürliche und zufällige Aktivität von Nervenzellen.

    Während der Studie haben die Neurobiologen in die Nervenzellen der Sehrinde des Gehirns der Nagetiere zwei Gene eingeführt. Eines der Gene kodierte das Eiweiß, das die Neuronen jedes Mal aktivierte, wenn auf die Zelle ein Impuls der Infrarot-Strahlung fiel. Das zweite Gen war an der Synthese des Eiweißes beteiligt, das bei der Aktivierung der Neuronen ein grünes Licht ausstrahlte. Dann haben die Forscher einen Teil des Schädels über der Sehrinde entfernt und diesen dann durch einen durchsichtigen Stoff ersetzt.

    Aktivierung von Neuronen

    Das Sehsystem der Nagetiere wurde durch die Bilder einer horizontalen oder vertikalen Linie auf weißen Hintergrund stimuliert, wobei die Forscher jene Neuronen identifizieren konnten, die in jedem konkreten Fall aktiviert werden. Danach wurde den Mäusen beigebracht, Wasser zu trinken, wenn auf dem Bildschirm eine vertikale Linie auftauchte. Allerdings hatten die Tiere aufgehört, die Linien zu unterscheiden und zu trinken, wenn sich der Kontrast auf den Bildern verringerte. Mit Hilfe eines speziellen Geräts aktivierten die Forscher durch das Infrarotlicht gerade jene Neuronen, die für die Empfindung der vertikalen Linie zuständig waren, und die Mäuse begannen erneut zu trinken, sogar wenn dabei das Bild selbst fehlte.

    Rätsel

    Es stellte sich heraus, dass bei Mäusen für das Entstehen einer falschen Empfindung, dass sie eine Linie sehen, nur 20 Neuronen aktiviert zu werden brauchten. Da das menschliche Gehirn aber etwa 20 Milliarden Neuronen besitzt, bleibt unklar, auf welche Weise es die Halluzinationen wegen einer zufälligen Aktivität einer Vielzahl von Neuronen-Zellen unterdrückt.

    ek/mt

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    Tags:
    Gehirn, Gene, Mäuse, Säugetiere, Experiment, US-Fachblatt "Science Alert", Stanford University