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    Ein „Recht auf Homeoffice” für Büroangestellte und ein „Recht auf Hitzefrei” für Arbeitnehmer mit Freiluftberufen fordern die Grünen für künftige Hitzeperioden. Die Klimakrise ist eine Gefahr für die menschliche Gesundheit, heißt es in einem „Hitzeaktionsplan” der Partei, über den „Spiegel online” am Donnerstag berichtete.

    Das Recht auf Arbeit von Zuhause solle demnach für alle Beschäftigten gelten, „sofern dem keine betrieblichen Gründe entgegenstehen”.

    „Wir brauchen dringend einen koordinierten Hitzeaktionsplan, um unsere Gesellschaft auf die extreme Hitze vorzubereiten und unsere Gesundheit zu schützen”, zitiert der Bericht Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter.

    Hitzerekord in Nordrhein-Westfalen?

    Der deutsche Hitzerekord wackelt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) will am Donnerstag klären, ob der bei einer Messstation in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen gemessene Temperatur-Höchstwert offiziell anerkannt wird. Die Messstelle gehört nicht zum DWD-Netz.

    Sollten die gemessenen 40,5 Grad offiziell werden, würden sie als der höchste Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnung gelten. Mit 40,3 Grad waren im unterfränkischen Kitzingen im Jahr 2015 die bundesweit bislang heißesten Temperaturen gemessen worden. Die Daten der Wetterexperten gehen bis ins Jahr 1881 zurück.

    Das Ergebnis der Prüfung könnte aber nur kurze Zeit Bestand haben: Die DWD-Experten gehen von weiter steigenden Temperaturen aus. „Es wird noch heißer”, kündigte ein DWD-Sprecher an.

    Die Meteorologen gehen davon aus, dass eine Stadt in Nordrhein-Westfalen auf der offiziellen DWD-Hitze-Hitliste die neue Nummer eins werden kann. Die Region zwischen Kölner Bucht und Niederrhein haben die Fachleute dabei besonders im Blick.

    Heißeste Städte Deutschlands

    Offiziell mussten die Menschen in Saarbrücken im Stadtteil Burbach am Mittwoch am meisten schwitzen. 40,2 Grad wurden in der saarländischen Stadt gemessen. Das war der bundesweit höchste gemessene Wert in diesem Jahr.

    Kaum kälter als in Saarbrücken war es in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) auf Platz zwei im DWD-Ranking der heißesten Städte in Deutschland mit 39,9 Grad.

    ​Den dritten Platz teilten sich Tönisvorst und Weilerswist in Nordrhein-Westfalen mit einer gemessenen Temperatur von 39,7 Grad.

    Noch mehr Hitzewellen 

    Hitzewellen wie momentan wird es nach Ansicht von Klimaforschern künftig häufiger in Deutschland geben.

    „Ob es immer neue Rekordwerte werden oder wir einfach häufiger an diese Rekordmarken herankommen, ist aber noch ein bisschen unklar”, sagte die Direktorin des Climate Service Center Germany in Hamburg, Daniela Jacob, der Deutschen Presse-Agentur (DPA).

    Hitze in Frankreich
    © REUTERS / Pascal Rossignol
    „Wenn man aber den regionalen Klimamodellen Glauben schenkt, dann können beispielsweise im Oberrheingraben zur Mitte des Jahrhunderts auch Temperaturen bis zu 44, 45 oder 46 Grad kommen.” Alles hänge davon ab, die weitere Erderwärmung zu begrenzen. „Wenn wir weitermachen wie bisher, dann können sich diese Hitzeperioden bis zum Ende des Jahrhunderts auch um den Faktor vier verlängern.” Das wären bis zu 60 Tage pro Jahr mehr als heute.

    ai/dpa

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    Deutschland, Sonne, Sommer, Hitzewellen, Hitze, Die Grünen