08:38 26 November 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    47169
    Abonnieren

    Der Verdächtige im Fall der tödlichen Attacke auf ein Kind im Frankfurter Hauptbahnhof ist ein verheirateter Familienvater. Er war erst in der vergangenen Woche in der Schweiz zur Festnahme ausgeschrieben worden, weil er eine Frau mit einem Messer bedroht und gewürgt haben soll.

    „Er soll seit 2006 in der Schweiz leben, er soll verheiratet sein und Vater von drei Kindern sein“, sagte die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Nadja Niesen, am Dienstag. „Er hat angegeben, er sei vor wenigen Tagen von Basel mit dem Zug nach Frankfurt gefahren.“ In Deutschland sei er bislang nicht polizeibekannt. 

    Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, bestätigte am Dienstag laut Focus Online, dass der 1979 in Eritrea geborene Verdächtige Vater von drei Kindern und wohnhaft in der Schweiz sei.

    „Der Tatverdächtige reiste 2006 unerlaubt in die Schweiz ein, 2008 wurde ihm Asyl gewährt. Er besitzt eine Niederlassungsbewilligung, galt als gut integriert. Er ist einer festen Arbeit nachgegangen", sagte Romann unter Verweis auf die Sicht der Ausländer- und Asylbehörde in der Schweiz."

    Nach seinen Angaben war der Mann am 25. Juli zuletzt in der Schweiz durch die massive Bedrohung einer Nachbarin mit einem Messer aufgefallen. Er soll sie gewürgt und anschließend in ihrer Wohnung eingesperrt haben. Er sei daraufhin in der Schweiz zur Festnahme ausgeschrieben worden.

    Der 40-Jährige steht im Verdacht, am Montag einen achtjährigen Jungen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen zu haben. Der Junge starb noch im Gleisbett, die Mutter konnte sich retten und wurde verletzt. Beide stammen aus dem Hochtaunuskreis.

    Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Verdachts des Mordes und des versuchten Mordes aufgenommen. Der Tatverdächtige soll am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

    sp/spa/focus

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Überraschung für Russen“: USA verlegen Raketenwerfer von Ramstein ans Schwarze Meer
    Russische Militärs melden erfolgreichen Test neuer Abfangrakete – Video
    Russland kostengünstig in die Knie zwingen – Strategien der US-Denkfabrik „Rand Corporation“
    Tags:
    Schweiz, Eritrea, Hauptbahnhof, Frankfurt am Main, Deutschland