16:05 24 Februar 2020
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    Die Dekadenz der US-Diplomatie in den Trump-Zeiten hat sich in vieler Hinsicht abgezeichnet – durch die Nominierung nicht qualifizierter Personen für Botschafterposten, durch den Verzicht auf wichtige Abkommen und insbesondere durch die Zuspitzung der Beziehungen zum Irak. Darüber schreibt das US-Magazin „The National Interest“.

    Anfang des Jahres habe die Trump-Regierung die Diplomaten aus der US-Botschaft im Irak abberufen. Es sei laut dem Autor des Artikels, Paul Pillar, unklar, welche spezifische (wenn überhaupt jegliche) Entwicklung der Situation diesen Schritt ausgelöst habe. Gegenwärtig sei die Rückkehr von Diplomaten unmöglich, da dies als Zeichen dafür gewertet werden würde, dass die Spannungen zwischen den beiden Ländern nachgelassen hätten.

    Eine Richtung von Trumps Außenpolitik sei es, den Einfluss des Irak zu verringern, doch die Verringerung der Zahl der Diplomaten im Land sei kein wirksamer Weg, um dieses Ziel zu erreichen. Darüber hinaus werde Washingtons fehlerhaftes Vorgehen damit ergänzt, dass die USA ihre militärische Präsenz in der Region ausbauen. Bemerkenswert sei, dass die Haltung der Trump-Administration in Bezug auf militärische Gewalt am Unabhängigkeitstag deutlich geworden sei, als Präsident Donald Trumps Idee, die Stärke Amerikas zu feiern, darin bestand, ein paar Panzer neben dem Lincoln Memorial abzustellen.

    Die Niederlage der US-Diplomatie habe sich auch durch Stellenangebote im Außenministerium für absolut nicht qualifizierte Personen und durch die Ablehnung von unter früheren Regierungen mühsam ausgehandelten Vereinbarungen bemerkbar gemacht.

    Aus dem Artikel lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass die leeren Stellen bei der US-Botschaft in Bagdad, die ein Nebenprodukt der Anti-Iran-Kampagne der Regierung seien, nicht nur die Politik der US-Regierung im Irak erschweren. Sie würden auch für ein größeres Problem stehen, schlussfolgerte der Autor des Artikels.

    sm/mt

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    Tags:
    Diplomatie, US-Außenamt