12:44 20 November 2019
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    Italienische Polizei (Archivbild)

    Auch Politiker darunter: Festnahmen bei Anti-Mafia-Razzia in Italien

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    Bei einem Schlag gegen die italienische Mafia-Organisation `Ndrangheta hat die Polizei in Süditalien 17 Verdächtige festgenommen. Darunter befänden sich auch hochrangige örtliche Politiker und ein Polizist, teilten die Ermittler am Mittwoch mit.

    Bei der Razzia in der Stadt Reggio Calabria seien außerdem Vermögenswerte von mehreren Millionen Euro beschlagnahmt worden.

    ​Zwölf der Verdächtigen sind demnach in Untersuchungshaft. Die restlichen fünf stünden unter Hausarrest, teilte die Polizei mit, darunter auch der Polizeibeamte. Er habe versucht, vertrauliche Informationen an einen Politiker weiterzugeben.

    Mächtigste Mafia-Organistation Italiens

    Die 'Ndrangheta, die im südlichen Kalabrien beheimatet ist, gilt als mächtigste Mafia-Organistation Italiens. Sie ist längst auch in anderen Ländern wie Deutschland aktiv. Nach Angaben der Polizei wurden die Ermittlungen im Vorfeld der Razzia auch durch ehemalige Mitglieder der Organisation unterstützt.

    Zuvor war berichtet worden, dass der Präsident von Italiens parlamentarischer Antimafia-Kommission Nicola Morra vor einer Expansion mafiöser Clans in Richtung Österreich und Deutschland gewarnt hatte. Darüber berichtete der „Kurier”. Vor allem gelte dieser Trend für die Achse Modena-Brenner, so Morra. In erster Linie habe sich die kriminelle Vereinigung „'Ndrangheta” aus der süditalienischen Region Kalabrien in der deutschsprachigen Welt verankert. Besonders attraktiv für die Mafia seien Wirtschaftssektoren wie der Tourismus im Raum Trentiner Garda, der Transportbereich und die Baubranche.

    ai/dpa

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