04:19 18 November 2019
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    Melody Stout uind Hannah Payan trauern um die Opfer der Schießerei in El Paso, Texas

    20 Tote bei Massaker in Einkaufszentrum in Texas, mögliches Motiv genannt – Videos, Foto

    © AP Photo / John Locher
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    Zum dritten Mal in einer Woche werden Menschen in den USA zum Opfer eines Todesschützen, dieses Mal in der Grenzstadt El Paso. Die Behörden ermitteln nicht nur wegen Mordes - es gibt Hinweise, dass es sich um ein Hassverbrechen handeln könnte.

    Nach der Schießerei in der Grenzstadt El Paso im US-Bundesstaat Texas bleiben die konkreten Hintergründe der Tat zunächst unklar.

    Nach derzeitigem Kenntnisstand hat ein Schütze in einem Einkaufszentrum in der Grenzstadt das Feuer eröffnet und mindestens 20 Menschen getötet.

    26 weitere Menschen seien verletzt worden, so El Pasos Polizeichef Greg Allen am Samstagabend (Ortszeit).

    Zuvor am Samstag hatte die Stabschefin von Bürgermeister Dee Margo, Olivia Zepeda, erkärt, es seien mehrere Verdächtige festgenommen worden.

    Ein Vertreter der Polizei sagte später, eine Person sei festgenommen worden. Bei dem Festgenommenen handele es sich um einen Mann. Der Vize-Gouverneur von Texas, Dan Patrick, sagte dem Sender Fox News, der Verdächtige sei 21 Jahre alt.

    Später wurde bekannt, dass der mutmaßliche Todesschütze sich der Polizei ergeben habe. Nach offiziellen Angaben handelt es sich um einen 21-jährigen Weißen. Allen sagte, es gebe ein Manifest, das womöglich auf ein Hassverbrechen schließen lasse. Es sei allerdings noch nicht bestätigt, ob das Manifest tatsächlich von dem Verdächtigen stamme.

    Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, kündigte bei einer Pressekonferenz an, die Strafverfolgung werde sich nicht nur auf den Vorwurf des Mordes, sondern auch auf den eines Hassverbrechens konzentrieren. Das deutet darauf hin, dass es sich möglicherweise um einen rassistischen Hintergrund handeln könnte.

    Auch ein Foto des Schützen ist mittlerweile veröffentlicht worden:

    ​Lange Zeit Unklarheit

    Lange Zeit hatte es keine offiziellen Angaben über die Zahl der Opfer gegeben. US-Medien dagegen hatten schon kurz nach der Tat berichtet, dass bei dem Vorfall insgesamt 20 Menschen von Schüssen getroffen worden seien.

    Dennoch blieb die Lage lange Zeit unübersichtlich – auch weil die Schwere der Verletzungen von Opfern nicht bekannt war.

    Auch die Tweets während der Schießerei zeigen, dass es lange Zeit unklar war, wie viele Opfer und Täter es gebe sowie ob die Gefahr schon vorbei ist:

    In einer weiteren Twitternachricht schrieb die Polizei, es handele sich noch immer um einen aktiven Tatort. Es gebe mehrere Berichte über mehrere Schützen. Einsatzkräfte suchten die Gegend ab. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, die Polizei sei mit einem Großaufgebot vor Ort.

    Die ersten Notrufe

    Die ersten Notrufe gingen nach Angaben der Polizei gegen 10.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr deutscher Zeit) ein. Die Einsatzkräfte wurden demnach zunächst zu einem Walmart gerufen, später auch zu anderen Orten in einem angrenzenden Einkaufszentrum.

    Nach den tödlichen Schüssen in einem Einkaufszentrumskomplex ist US-Präsident Donald Trump über den Vorfall unterrichtet worden. Das teilte der stellvertretende Sprecher des Weißen Hauses, Steven Groves, am Samstag mit.

    Trump schrieb später auf Twitter, Berichte über die Tat seien sehr schlimm. Es seien viele Menschen getötet worden. Seine Regierung arbeite mit den Einsatzkräften der Stadt und des Bundesstaates zusammen.

    „Gott sei mit Euch allen!”, fügte Trump hinzu.

    ​Erst am Dienstag waren zwei Menschen im Bundesstaat Mississippi in einem Walmart durch Schüsse getötet worden. Am Wochenende hatte ein 19-Jähriger während eines Festivals in der Kleinstadt Gilroy in Nordkalifornien das Feuer eröffnet und drei Menschen getötet. Der Schütze wurde von Polizisten am Tatort erschossen.

    ai/ae/dpa/rtr

     

    Tags:
    Schüsse, USA, Texas