02:46 23 November 2019
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    Ein orthodoxer Jude in Deutschland (Symbolbild)

    Beleidigt und bespuckt: Jüdische Familie in München angegriffen

    © AFP 2019 / TOBIAS SCHWARZ
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    Im Stadtteil Schwabing sind ein Rabbiner und seine Söhne bespuckt und beschimpft worden. Die Polizei ermittelt gegen zwei Personen wegen Volksverhetzung und Beleidigung.

    Drei Männer, ein 53-jähriger und zwei 19-jährige, seien nach dem Besuch einer Synagoge in München Opfer eines antisemitischen Übergriffs geworden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Ein bislang unbekannter Mann soll die Familie von der gegenüberliegenden Straßenseite aus als „Scheißjuden“ bezeichnet haben. Eine Frau habe den Vorfall aus ihrem Auto heraus beobachtet und daraufhin einen der 19-Jährigen mit derselben Beleidigung beschimpft. Als sich der junge Mann an die Beifahrerseite begab, um die Frau anzusprechen, wiederholte sie ihre Beleidigung und spuckte ihm durch das geöffnete Autofenster ins Gesicht. Anschließend fuhr sie davon. Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen die beiden Tatverdächtigen.

    Bayerns Antisemitismus-Beauftragter Ludwig Spaenle (CSU) äußerte sich bestürzt über den Vorfall und nannte die Tat einen „Angriff auf die ganze Münchner Stadtgesellschaft“.

    Er forderte die Bürger auf, bei auffälligem Handeln gegenüber Jüdinnen und Juden genau hinzuschauen und konsequent zu handeln: „Wir müssen deutlich machen, dass wir das Angehen von Jüdinnen und Juden bei uns nicht dulden.“ Im Bedarfsfall seien sofort die Polizei und die Sicherheitsbehörden zu verständigen. Bayern werde Übergriffe auf Menschen jüdischen Glaubens nicht dulden. Erst Ende Juli war in Berlin ein Rabbiner in Begleitung eines seiner Kinder von zwei Männern auf Arabisch beschimpft und bespuckt worden.

    Ende Juli war es auch in Berlin zu einem antisemitischen Übergriff auf einen Rabbiner gekommen. Dabei wurde Yehuda Teichtal, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, von zwei Männern auf Arabisch beschimpft und bespuckt.

    sm/mt

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    München