Widgets Magazine
01:25 22 September 2019
SNA Radio
    OSZE-Vertreter am Ort des MH17-Absturzes im Donbass (Archivbild)

    MH17: Privatermittler Josef Resch will entscheidende Satellitenaufnahmen vorlegen

    © Sputnik / Michail Wosskressenskij
    Panorama
    Zum Kurzlink
    973397
    Abonnieren

    Möglicherweise kommt Bewegung in die Versuche, die Katastrophe von MH17 vom 17. Juli 2014 in der Ostukraine aufzuklären. Dafür will der deutsche Privatermittler Josef Resch sorgen. Er bietet den internationalen Ermittlern und Staaten wichtige Informationen an, einschließlich von US-Satellitenfotos. Darüber hat er mit Sputnik gesprochen.

    Der deutsche Privatermittler Josef Resch, hat sich bereit erklärt, an Russland, Malaysia und andere Länder Satellitenaufnahmen und Informationen zu liefern, die entscheidend für die MH17-Ermittlungen sein könnten. Das hat er in einem Interview gegenüber Sputnik mitgeteilt. Resch hat 2014 für einen anonymen Auftraggeber mit Hilfe einer Millionen-Prämie nach Informationen gesucht, die den Absturz der malaysischen Passagiermaschine mit der Flugnummer MH17 am 17. Juli 2014 über der Ostukraine aufklären können.

    Laut Resch beinhalten die neuen Informationen Erkenntnisse zu Ursachen der Tragödie und entscheidende Satellitendaten. Er betont, dass aus den Unterlagen auch die Namen von verantwortlichen Personen hervorgehen. Der Privatermittler erklärte, dass er diese Daten offenlegen wolle, wenn die von der niederländischen Staatsanwaltschaft angeführte internationale Untersuchung nicht auf seine wiederholte Bitte, diese Beweise zu akzeptieren, antworten werde.

    Zuvor hatte er bereits versucht, die neuen Erkenntnisse dem internationalen Ermittler-Team JIT (Joint Investigative Team) zu übergeben. Diese seien bei den bisherigen Ermittlungen nicht berücksichtigt worden, so Resch. Das JIT habe sich jedoch geweigert, diese Daten anzunehmen – wegen der Bedingung, dass all diese Erkenntnisse sofort der Öffentlichkeit im vollen Umfang gezeigt werden sollten. Nach Meinung von Resch müssten sich zudem deutlich mehr Länder an der Untersuchung beteiligen, darunter auch Deutschland, Belgien und die USA.

    Entscheidende Satellitenaufnahmen

    Zu den Informationen, die er öffentlich übergeben will, gehören US-Satellitenaufnahmen. Diesen misst der Privatermittler eine große Bedeutung zu. Washington habe behauptet, dass es sie nicht mehr habe – nun könnten sie aber veröffentlicht werden und in die Aufklärung der Katastrophe einbezogen werden.

    In diesem Zusammenhang verwies Resch auf die uneinheitliche Reaktion des JIT zum Thema Satellitenfotos. Zunächst habe die Untersuchungskommission ständig betont, dass Satellitenaufnahmen notwendig seien. Aber ab einem Moment habe sich die Meinung des JIT komplett geändert und die Ermittler hätten die Aufnahmen nicht mehr haben wollen.

    Der Hintergrund

    Privatermittler Resch hat seit 2014 rund ein Jahr nach Informationen zum Absturz von MH17 gesucht. Sein Auftraggeber, dessen Name er aufgrund der Vertragsbedingungen nicht nennt, hat ihn über einen Mittelsmann darum gebeten. Für die gesuchten Informationen wurde eine millionenschwere Belohnung ausgeschrieben.

    Im Fokus steht die Ermittlung der Ursachen der Katastrophe sowie der Verantwortlichen. Mitte 2015 soll sich dann ein Informant gemeldet haben, der wertvolle Informationen lieferte. Dafür erhielt er eine Belohnung in Höhe von 15,5 Millionen US-Dollar in drei verschiedenen Währungen.

    Resch erhielt im Zusammenhang mit seinen Ermittlungen wiederholt anonyme Drohungen, wie er berichtete. Außerdem wurde seine Wohnung durchsucht, ebenso wurde sein Bankschließfach in Zürich, das ein Dokument im Fall von MH17 enthielt, auf Ersuchen der Niederlande geöffnet.

    *Einen detaillierten Bericht über das Interview mit dem Privatermittler zu MH17 könnten Sie nun hier lesen.*

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    JIT, Ostukraine, MH17-Absturzbericht, MH17-Absturz, MH-17, MH17, Passagierflugzeug, Passagierjet, Passagier, privat