11:49 02 April 2020
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    Die Nichtregierungsorganisation Amnesty International warnt Reisende vor erhöhter Schusswaffengefahr in den Vereinigten Staaten.

    Die NGO fordert Besucher der USA auf, extreme Vorsicht walten zu lassen und einen Notfallplan für Reisen im Land parat zu haben. Dies sei auf die anhaltende grassierende Waffengewalt in den Vereinigten Staaten zurückzuführen. Orte, an denen große Menschenmengen zusammenkämen, wie kulturelle Veranstaltungen, Anbetungsstätten, Schulen oder Einkaufszentren, seien zu meiden. In Bars, Nachtclubs und Casinos sei erhöhte Vorsicht angesagt. Pistolen und Gewehre seien in den USA „omnipräsent“.

    „Menschen in den Vereinigten Staaten können nicht wirklich erwarten, nicht zu Schaden zu kommen“, zitierte die Deutsche Presse-Agentur Ernest Coverson, Leiter der Kampagne zum Beenden von Waffengewalt bei Amnesty in den USA. „Einmal mehr wird es ernüchternd klar, dass die US-Regierung unwillig ist, für Schutz vor Waffengewalt zu sorgen“.

    ​Laut dpa wollte die Organisation damit den USA einen Spiegel vorhalten. Bei einem ähnlich hohen Gewaltniveau in anderen Ländern würde das US-Außenministerium Amerikaner vor einer Reise warnen, so die Logik.

    Nach den jüngsten Massenmorden in US-Bundesstaaten ist erneut eine Debatte um eine Verschärfung des Waffenrechts entbrannt. Präsident Donald Trump versprach, sich für eine landesweit verbindliche strengere Überprüfung potenzieller Waffenkäufer einzusetzen. Seine Partei, die Republikaner, hat das bislang verhindert.

    Am Samstag hatte ein 21 Jahre alter Mann in einem Supermarkt in der Stadt El Paso (US-Bundesstaat Texas) an der mexikanischen Grenze 20 Menschen erschossen und mehr als 20 verletzt. Der Amokschütze wurde festgenommen.

    In der Nacht zum Sonntag hatte ein 24-Jähriger vor einer Nachtbar in Dayton (US-Bundesstaat Ohio) neun Menschen getötet. Der vermutliche Täter wurde nach einer Minute von der Polizei erschossen. Die Tragödie von Dayton war der 251. Fall von Massenmord seit Jahresbeginn in den USA. Die Angreifer von El Paso und Dayton benutzten Schnellfeuerwaffen.

    asch/ae/dpa

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    Tags:
    Waffengewalt, Gewalt, Reisewarnung, Amnesty International, Schießerei, Massenmorde, USA