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    Apotheke (Archivbild)

    Apotheker aus NRW will seine Kunden zum Islam bekehren

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    Der 39-Jährige Bernd Redemann aus Haltern (NRW) wirbt direkt am Arbeitsplatz, in seiner Apotheke, für den Islam. Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe und die Stadt Haltern reagieren darauf gelassen. Darüber berichtet der WDR.

    Der Apotheker möchte nach eigenen Angaben mit seinen Kunden über Religion sprechen. Das mache er ganz bewusst, sagt er. Er wolle, dass die Leute „glücklich werden“ und sie vor der „Hölle“ warnen, in die sie  kommen würden, „wenn sie den Islam nicht annehmen“. So stehe es im Koran. Er zwinge jedoch niemandem ein Gespräch auf. Vor drei Jahren sei er zum Islam konvertiert.

    Die im Koran verankerte Ansicht, der Islam sei die einzig wahre Religion und Menschen anderer Religionen oder Atheisten seien dementsprechend „Ungläubige“, lehnt der Apotheker zwar nicht ab. Aber im Koran stehe außerdem, dass auch „Ungläubige“ gut zu behandeln seien, betont er. Aggressives Missionieren oder gar Gewalt lehne Redemann strikt ab.

    Die Apotheke, die er im Juli 2016 von seinem Vater übernommen hatte, schmückte Redemann mit islamischen Symbolen.

    Für die Apothekerkammer Westfalen-Lippe sei alles in Ordnung, solange die Versorgung des Patienten im Vordergrund stehe. „Das wäre anders, wenn zum Beispiel in einer Apotheke nur noch Patienten einer bestimmten Religion bedient würden“, zitiert der Sender den Sprecher Sebastian Sokolowski. Wenn Patienten sich dafür interessieren würden, dann dürfe man auch in einer Apotheke über Religion sprechen.

    Ein Sprecher der Stadt Haltern äußerte, die Stadt sei für das Thema nicht zuständig, da die Apotheke „kein öffentlicher Raum“ sei. Zudem sei niemand gezwungen, in diese Apotheke zu gehen.

    asch/ae

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    Tags:
    Apotheke, Islam, Deutschland