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    Mexikanische Polizei (Archivbild)

    Selbstjustiz in Mexiko: Sieben mutmaßliche Entführer gelyncht

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    In einem mexikanischen Dorf sind sieben Menschen gelyncht worden. Die Angreifer sollen sie für Entführer eines Landwirts gehalten haben. Mindestens 350 Bewohner attackierten die Opfer und erhängten sie an Bäumen, wie die Regierung des Bundesstaates Puebla am Donnerstag mitteilte.

    Einige der Leichen seien daraufhin verbrannt worden. Die Überwachung in der Gegend rund 150 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt werde nun verstärkt. Unter anderem sei ein Hubschrauber im Einsatz, hieß es.

    Der Landwirt war am Mittwoch entführt worden. Die Polizei konnte ihn befreien. Jedoch übten die Dorfbewohner Selbstjustiz an zwei Verdächtigen. Wenig später wurden fünf weitere Männer gelyncht. Zwei davon waren zuvor festgenommen und auf die lokale Polizeiwache gebracht worden.

    Die Zahl der Lynchmorde in Mexiko ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Im Zeitraum 2015-2018 wurden auf diese Weise insgesamt 121 Menschen durch Lynchmobs getötet, 440 weitere überlebten die Attacken.

    jeg/mt/dpa

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    Morde, Entführer, Mexiko