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    US-Multimillionärs Jeffrey Epstein vor dem Gericht am 15. Juli 2019

    „Viele Leute werden erleichtert sein, dass er nicht mehr singen kann“ – Zweifel an Epsteins Suizid

    © REUTERS / JANE ROSENBURG
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    Selbsttötung oder doch Mord? Wegen seiner Beziehungen zu der Welt der Reichen und Mächtigen sorgt der Tod von Jeffrey Epstein für Diskussionen. Während das offizielle Narrativ von Selbstmord spricht, melden sich immer mehr Stimmen zu Wort, die an der Freitod-Version zweifeln. Darunter auch der ehemalige britische Botschafter Craig Murray.

    Darf am Freitod des wegen Sexhandels mit Kindern angeklagten US-Investmentbankers Jeffrey Epstein gezweifelt werden oder gehören solche Gedankenspiele sofort in die Ecke der Verschwörungstheorien? Stunden nach Bekanntwerden von Epsteins Tod in seiner Gefängniszelle am Samstag machte der Hashtag #EpsteinMurder die Runde, auch US-Präsident Donald Trump, der selbst Verbindungen zu Epstein unterhalten hat, beteiligte sich an den Spekulationen. Die Leitmedien in den USA und anderswo beeilten sich wiederum, die Zweifler als Verschwörungstheoretiker abzutun. 

    Zu den prominenten Zweiflern gehört auch der ehemalige britische Botschafter und Menschenrechtsaktivist Craig Murray. In einem aktuellen Eintrag in seinem Blog erklärt er, warum:

    „Die Medien sind schnell dabei, jeden Gedanken daran, dass sein Tod vielleicht kein Selbstmord war, als ‚Verschwörungstheorie‘ abzustempeln. Wenn man bedenkt, dass so viele mächtige Leute erleichtert sein werden, dass er nicht mehr ‚singen‘ kann, und ferner, dass er nach seinem vorgeblichen ‚Selbstmordversuch‘ vor einer Woche in einem Hochsicherheitsgefängnis untergebracht war, müsste man, wie ich finde, schon ein sehr gutgläubiger Mensch sein, wenn man die Frage, wer ihn getötet hat, nicht als offen betrachtet.“

    Vieles von Epsteins Aktivitäten liege im Dunkeln. Es werde verschleiert und falsche Fährten würden gelegt werden. Die Wahrheit sei aber, dass sexueller Missbrauch durch die Reichen und Berühmten über alle politischen Grenzen gehe. Bill Clinton sei sehr häufig an Bord von Epsteins Flugzeug gewesen, und Epstein  sei ein weiterer Name auf der sehr langen Liste derjenigen, die mit den Clintons zu tun gehabt hätten und unter zweifelhaften Umständen zu Tode gekommen seien.

    „Die Wundmale am Hals, die Epstein von seinem ersten „Selbstmordversuch“ in Haft davongetragen haben soll, erinnern mich an den Fall John Ashe, des hochrangigen Beamten, der den Clintons sehr nahe stand und mit Wundmalen am Hals starb, als er beim Bankdrücken allein zuhause aus Versehen die Handelstage auf seinen Hals fallen ließ“, so Murray.

    Der damals 61-jährige John Ashe starb im Juni 2016. Zur Todesursache gab es damals widersprüchliche Angaben: Während in der offiziellen Version die Rede von einem Herzinfarkt war, hieß es im Polizeibericht, Ashe sei bei einem Trainingsunfall auf der heimischen Hantelbank gestorben. Brisant dabei war, dass sich der Tod des früheren Präsidenten der UN-Vollversammlung nur wenige Tage vor  seinem Gerichtstermin ereignete. Craig Murray fasst die damaligen Ereignisse wie folgt zusammen:

    „Ashe war angeklagt und wartete auf sein Gerichtsverfahren wegen Annahme von Bestechungsgeldern vom Geschäftsmann Ng Lap Seng in seiner Zeit als Präsident der UN-Vollversammlung. Ng Lap Seng, der die Clintons sechs Mal im Weißen Haus besucht hatte, war zuvor beschuldigt worden, illegale Spenden in sehr großem Umfang für Clintons Wahlkampagne getätigt zu haben. Danach war er bei der Einreise in die USA mit über vier Millionen US-Dollar in bar verhaftet worden. Im Gegensatz zu den Clintons ist Ashe dafür angeklagt worden, dass er Sengs Geld angenommen hatte. Wie Epstein wahrscheinlich auch, hätte Ashe ein interessantes Lied singen können, hätte er nicht praktischerweise die Handelstage auf seinen Hals fallen lassen.“

    Jeffrey Epstein wurde beschuldigt, Menschenhandel mit minderjährigen Mädchen zu sexuellen Zwecken betrieben zu haben. Bis zuletzt bestritt er die Vorwürfe.

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    Tags:
    Selbstmord, Jeffrey Epstein, USA