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    Feuerwehrleute während der Übungen, Russland (Symbolbild)

    Strahlungsanstieg nach Explosion auf Militärgelände in Russland: Experten klären über Folgen auf

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    Die Zunahme des Strahlungshintergrunds infolge der Explosion auf einem militärischen Testgelände im Gebiet Archangelsk (Nordwesten Russlands) war laut den russischen Experten äußerst gering und stellte keine Gefahr für den Menschen dar.

    „Die Strahlungsbelastung, die durch diesen Anstieg zusätzlich akkumuliert wurde, liegt auf dem Niveau von Mikroreststoffen. Dies ist tausendmal weniger als die zulässige jährliche Strahlungsdosis“, betonte der Direktor des Instituts für die sichere Entwicklung der Kernenergie bei der Russischen Akademie der Wissenschaften, Leonid Bolschow.

    „Es gibt einfach keinen Grund, von der Gefahr einer Sicherheitsverletzung zu sprechen.“

    Bolschow zufolge ist das in der Region funktionierende Strahlungsüberwachungs- und Notfallabwehrsystem so perfekt, dass es sehr kleine Änderungen des Strahlungshintergrundes aufzeichnet, die „nichts mit der menschlichen Gesundheit zu tun haben“.

    Ferner unterstrich er, dass nach dem Auslösen des Reaktionssystems eine spezielle Notfallkommission in der Region eingerichtet sowie zusätzliche Messungen durchgeführt worden seien, die bestätigt hätten, dass keine Gefahr bestanden habe.

    Der Chefredakteur des Portals AtomInfo.ru, Alexander Uwarow, hat seinerseits erklärt, dass infolge der Explosion keine radioaktive Umweltverschmutzung eintreten könne, die eine Gefahr für den Menschen darstelle. Die Radioisotopenquelle, die Teil des Steuersystems eines gezündeten experimentellen Antriebssystems ist, hat seiner Meinung nach nur sehr geringe Aktivität und kann nur dann gefährlich sein, wenn man sich in unmittelbarer Nähe befindet.

    „Dies ist kein Kernreaktor. Es hat keine unangenehmen Spaltfragmente, die zur Verschmutzung führen. Schon in einigen zehn Metern Entfernung ist es ungefährlich“, sagte Uwarow.

    Er stellte klar, dass eine lokale und kurzfristige Zunahme des Strahlungshintergrunds im Gebiet aufgrund des Eindringens in die Luft eines radioaktiven Isotops auftreten könnte, das für die Arbeit einer Radioisotopquelle verwendet wird. Gleichzeitig habe dieser Anstieg praktisch keine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, betonte der Experte.

    Bei einer Explosion in einer Militäreinheit in der russischen Oblast Archangelsk sind am 8. August nach Angaben des Verteidigungsministeriums fünf Menschen ums Leben gekommen.

    sm/mt

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    Tags:
    Explosion, Archangelsk, Strahlung