19:04 03 Juni 2020
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    Eine internationale Astronomen-Gruppe ist zu der Schlussfolgerung gekommen, dass vor etwa 4,5 Milliarden Jahren der Jupiter mit einem großen Planetesimal – das heißt, mit einem Planetenembryo - verschmolzen war. Darüber schreibt das Fachmagazin „Science Alert“.

    Die Forscher haben die Daten von der Raumsonde Juno analysiert, die das Gravitationsfeld des Planeten erforscht hatte, um Informationen über die innere Struktur und den Bestand des Gasgiganten zu bekommen. Die Ergebnisse der Beobachtungen korrelieren mit den Modellen, bei denen der Planetenkern fragmentierte Hartsteine darstellt, die mit Blasen von gasförmigem Wasserstoff umgeben sind.

    Modelle der Planetenentstehung

    Laut den Modellen der Planetenentstehung wird auf Frühetappen im Inneren ein großer Teil von Schwerelementen akkumuliert, wobei sich ein kompakter dichter Kern bildet. Und wenn dann der Protoplanet beginnt, Gas an sich zu ziehen, gibt es bereits keine harten Teilchen mehr, die die Übergangsschichten zwischen dem Kern und den weniger dichten Schichten des Gasgiganten formieren könnten. Die innere Struktur des Jupiters entspricht indes nicht diesem Bild.

    Kollision von Jupiter mit anderem Himmelskörper möglich?

    Forscher stellten fest, dass die „Unschärfe“ seines Kerns am besten durch den Zusammenstoß des Jupiters mit einem anderen großen Himmelskörper in frühen Stadien der Entstehung des Sonnensystems erklärt werden könne. Ein frontaler Schlag habe den Forschern zufolge den ursprünglich kompakten Kern zerstört und die schweren Elemente mit der Hülle aus Gasen vermischt. Etwas Ähnliches habe auch mit dem Saturn passieren können, meinen die Astronomen.

    ek/mt

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    Tags:
    Saturn, Gas, US-Fachblatt "Science Alert", Astronomen, Jupiter