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20:24 17 Oktober 2019
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    Roskosmos will Laserkommunikation zur ISS gewährleisten

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    Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos  beabsichtigt laut seinem Pressedienst, im Jahr 2021 ein Experiment zur Einrichtung einer Hochgeschwindigkeits-Laserkommunikationskanal zwischen dem russischen Segment der Internationalen Raumstation (ISS) und der Erde durchzuführen.

    Ein derartiges Experiment sollen die russischen Experten bereits zum zweiten Mal machen. Schon in den Jahren 2011-2013 verwendeten sie bei mehr als 100 Verbindungen mit der ISS einen Laser für die Datenübertragung zur Erde. In Tests erreichten sie Geschwindigkeiten von mehr als 600 Mbit pro Sekunde, das heißt, sie schafften es, 75 Megabyte an Informationen pro Sekunde zu übertragen. Das System ging dann jedoch nicht in Betrieb.

    In dem neuen Experiment sei geplant, eine Datenübertragungsrate in der Größenordnung von 10 Gbit pro Sekunde zu erreichen, das heißt, während dieser Zeit 1,25 Gigabyte an Informationen zu übertragen. Zusätzlich zur Kommunikation mit der Erde soll in der zweiten Phase ein Laserkommunikationskanal zwischen der ISS und einem Raumfahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 1,2 Gbit pro Sekunde aufgebaut werden.

    Arbeiten an Laserkommunikationskanälen werden in allen hochentwickelten Ländern der Welt wie den USA, Japan, Deutschland, Frankreich und China durchgeführt.

    Russische Kosmonauten können sich rund um die Uhr an das Flugleitzentrum wenden. Die Kommunikation ist jedoch nur dann möglich, wenn gerade das Territorium Russlands überflogen wird. Befindet sich die ISS nicht über Russland, so nutzen die Kosmonauten für die Kommunikation mit den russischen Bodendiensten amerikanische Satellitenkommunikationskanäle.

    sm/mt

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    Tags:
    Experiment, Roskosmos, ISS