07:00 21 November 2019
SNA Radio
    Die Schuhe der Opfer des IS-Anschlags auf eine Hochzeitsfeier in Kabul

    IS bekennt sich zu Anschlag auf Hochzeitshalle in Kabul

    © REUTERS / MOHAMMAD ISMAIL
    Panorama
    Zum Kurzlink
    8127
    Abonnieren

    Die Terrormiliz „Islamischer Staat”* hat den blutigen Anschlag auf eine Hochzeitsfeier in der afghanischen Hauptstadt Kabul für sich reklamiert. Bei der Attacke am Samstagabend sind mindestens 63 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 180 weitere verletzt worden, darunter viele Frauen und Kinder.

    Laut einer am Sonntag über das Internet verbreiteten Mitteilung hatte ein Selbstmordattentäter bei einer Versammlung von „Häretikern” eine Sprengstoffweste gezündet. Nach der Darstellung des IS war eine weitere Autobombe detoniert, als Sicherheitskräfte auf dem Weg zu dem Anschlagsort waren. Allerdings bestätigte das afghanische Innenministerium nur das Selbstmordattentat in der Hochzeitshalle.

    Die Nachricht ließ sich zunächst nicht unabhängig verifizieren. Sie wurde aber über die üblichen Kanäle geteilt, über die der IS auch bisher die Verantwortung für seine Anschläge übernahm.

    Tödlichste Attacke seit Jahresbeginn

    Seit Jahresbeginn ist es der bislang tödlichste Anschlag in Afghanistan. Nach UN-Informationen handelte es sich um eine Hochzeitsfeier schiitischer Muslime. Der radikal-sunnitische IS hat in der Vergangenheit in der Islamischen Republik immer wieder Schiiten attackiert. Die Terrormiliz betrachtet die Schiiten als Ungläubige.

    *Terrororganisation, in Russland verboten  

    jeg/ae/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    IS, Anschlag, Hochzeit, Kabul, Afghanistan