SNA Radio
    Iranischer Öltanker „Grace 1“

    Tanker „Grace 1“ verlässt Gibraltar – Video

    © REUTERS / JON NAZCA
    Panorama
    Zum Kurzlink
    101602
    Abonnieren

    Der mehr als sechs Wochen lang festgesetzte Tanker „Grace 1“ hat laut dem TV-Sender „GBC News“ Gibraltar verlassen. Diese Information wurde auch vom iranischen Botschafter in London, Hamid Baeidinedschad, bestätigt.

    „Nach 46 Tagen verlässt die „Adrian Darya“, die ehemalige „Grace 1“, die für einen internationalen Vorfall mit dem Iran sorgte, die Gewässer von Gibraltar“, heißt es in einem entsprechenden Twitter-Beitrag des TV-Senders. Dazu wurde ein Video veröffentlicht:

    Laut dem Portal Marintraffic.com nahm das Schiff in der Nacht zum Montag Fahrt Richtung Süden auf. Sein Ziel war weiter unklar.

    Das Bundesgericht in Washington hatte vergangenen Freitag die Beschlagnahmung dieses vor Gibraltar liegenden iranischen Öltankers, des in diesem Tanker vorhandenen Erdöls sowie von 995.000 US-Dollar Bankvermögen einer Firma, die Verbindungen zu dem Schiff haben soll, angeordnet.

    Das US-Justizministerium begründete die Beschlagnahmung mit mutmaßlichen Verstößen gegen US-Sanktionen, Geldwäschegesetze sowie mit Terrorismusstatuten. Das oberste Gericht in Gibraltar hatte jedoch schon zuvor am Donnerstag bekanntgegeben, den festgesetzten Öltanker freizugeben.

    Am 4. Juli dieses Jahres hatte die britische Royal Navy den iranischen Öltanker „Grace 1“ vor Gibraltar wegen angeblicher Verletzungen der EU-Sanktionen gegen Syrien aufgebracht.

    Dies hatte einen Tankerstreit mit dem Iran zur Folge, da die Islamische Republik am 19. Juli als Antwort darauf den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker „Stena Impero“ in der Straße von Hormus festgesetzt und ihn später zum Hafen Bandar Abbas begleitet hatte. Der Öltanker war laut Teheran in einen Unfall mit einem Fischerboot verwickelt gewesen.

    ak/sb/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Schiff, Tanker, Öl, Gibraltar, Iran